400. Beiträge, 5 Jahre und mein Appendix N

Es ist jetzt 5 jahre her, das ich mit dem Bloggen angefangen habe – ganz am Anfang eher sehr träge, und auch jetzt noch gibt es diese Zeiten wo mich anderes umtreibt. Nichtsdestotrotz schon ein ordentliches Ergebnis…

Ich bin mir sicher, das meine Schreibe nicht irgendwelche Kriterien für professionelle Arbeit erfüllt, aber das soll sie auch gar nicht. Denn dieses Blog ist vor allem für mich selbst bestimmt. Und wenn jemand außer mir an den manchmal dummen, manchmal schrägen Ideen hier zumindest ein bißchen Freude hat, ist das “Bonus!”. Wie dem auch sei, noch habe ich nicht vor aufzuhören. Aber Zeit für ein bißchen Nabelschau ist so eine Runde Nummer ja schon. Manches habe ich nur halb gemacht (Die größere Kosmologie, sprich die Äußeren Ebenen des Grautals zum Beispiel, liegt schon seit nem Jahr fast fertig hier rum als Entwurf…). Anderes habe ich nie gemacht (Einige Überlegungen zu D&D Next zum Beispiel…). Naja. Und über Politik und/oder Punkrock habe ich nur ganz am Anfang was geschrieben. Oder die halbe Sache mit dem Mutant World Pathfinderhack. Hmmm. Einige von den Sachen auf dem Blog, insbesondere die Zufallstabellen für zufällige Sachen für Pathfinder, wollte ich auch mal als PDf aufpolieren… nun gut. Aber diese Schwäche von mir, einige Sachen nur halb anzufangen, gibt mir zumindest immer mal wieder den Impetus, was Neues zu machen, oder alte Ideen nochmal aufzugreifen. Die Hex Crawl Geschichte hinkt zwar etwas, aber ich möchte sie trotzdem noch durchziehen. Mehr dazu demnächst.

So, und indem ich ein Meme-chen der OSR-Blogger aufgreife, hier mein ganz persönlicher Appendix N, wobei ich mich versuche auf Sachen zu beschränken die im Original Appendix N nicht vorkommen… womit ich auf viele meiner Lieblinge verzichte:

 

Asprin, Robert: Diebeswelt als Herausgeber, sehr interessant wie verschiedene Autoren sich den gleichen Spielplatz teilen, und die Skeeve Romane, die mit gängigen Fantasyklischees zur Erheiterung spielen.

Barker, Clive: “Bücher des Blutes”. Dämonen sollten BÖSE sein… und hier kann man lesen was das heißt… naja, Freude am Splatter sollte man schon haben…

Beagle, Peter S.: “Der Zauberer von Karakosk”. Sehr interessant, die gleiche Welt immer wieder aus anderen Blickwinkeln und Zeiten zu sehen…

Brust, Steven: Vlad Taltos und alles was im gleichen Universum angesiedelt ist. Wenn man nicht genau weiß wie man eine Kampagne mit viel Magie darstellen soll – wie ein 70er Jahre Kriminalfilm, wie sonst. ;)

Cherry, C.J.: Chanur-Zyklus und Cyteen: Cyteen und so weiter ist echt interessant, wenn man etwas “realistische” Fantasy mag. Hard Sci-Fi ist es zwar nicht ganz (Menschenähnliche Aliens auf Alpha Centauri? Bitte…), aber irgendwie doch recht intelligent weitergesponnen, was so passieren kann wenn man ein (drei?) Kolonieschiff losschickt. Chanur ist mehr voller interessanter Aliens. Insbesondere die Methanatmer.

Eco, Umberto: Huh, war mir lange nicht wirklich zugänglich, aber je länger ich mich mit Geschichte befasse, desto besser werden die Romane… kein Wunder.

Eddison, E.R.: “Der Wurm Ouroboros” – Yeah, ein lange zu Unrecht vergessener Klassiker… wenn man auf etwas historisierende Heldenfantasyepen steht.

Gibson, William: Alles, insbesondere Neuromancer-Trilogie. Cyberpunk, enough said.

Herbert, Frank: Wüstenplanet. Wobei der erste Roman der Beste ist, mMn.

Herodot: Weil man sich sehr schön auslesen kann, wie Geschichtswissenschaft immer noch funktioniert… und überhaupt. Wer bei der Schilderung der verschiedenen Völker keine Ideen zum Weltenbau hat, der sollte besser Briefmarken sammeln…

Homer: Illias und Odyssee. Siehe auch unter Voß, Johann Heinrich

Lee, Tanith: Nichts zum Weglesen, aber voller interessanter Charaktere.

LeGuin, Ursula K.: Erdsee. Nicht wirklich Jugendbücher, mMn. Auf jeden Fall konsequent und stimmungsvoll Magie, Story und Setting zu einem Ganzen verbunden.

Martin, George R.R.: “A Song of Ice and Fire” WANN KOMMT ENDLICH DAS 6. BUCH? Wer es auf Deutsch lesen möchte, muß doppelt soviele Bücher kaufen… und wer nur die Fernsehserie schaut, die echt gut gemacht ist, verpaßt mehr als die Hälfte. Außerdem weiß ich schon was in Staffel 5 so kommt… Hehehe.

Mieville, China: So gut wie Alles, insbesondere “Perdido Street Station”, auf Deutsch als “Die Falter” und “Der Weber” bei Bastei/Lübbe erschienen. Fantasy im Industriellen Zeitalter ohne Steampunk zu sein. Cool.

Monaldi & Sorti: Alles. Eigentlich eher historisch, aber doch irgendwie Fantastisch, wegen der Plots… Trifft auf die beiden zwar nicht zu, aber bei manchen Romanen, die einem als historisch aufgetischt werden, drehen sich mir eh die Fußnägel hoch.

Niven, Larry: Ringwelt. Einfach weil… Ringwelt. Hat alles was Sci-Fi so braucht.

Plinius der Ältere: “Naturalis Historia”, weil voller verwertbarer Ideen für die Fantasyweltsicht…

Ovid: “Metamorphosen”, weil man kein besseres Buch über die römisch-griechische Mythologie lesen kann. Jedenfalls kein so Umfassendes und Unterhaltendes…

Rothfuß, Patrick: Die Königsmörder-Chronik. Ja, hat was von Wunscherfüllung als Ich-Erzähler der einfach alles supertoll kann, aber liest sich umso mitreißender und auch gar nicht so abgehoben. Interessante Ideen für’s Rollenspiel allemal.

Schwab, Gustav: “Sagen des klassischen Altertums”. Weil es manchmal auch ganz schön ist eine glatte Nacherzählung zu lesen… und weil man ihn überall findet.

Silverberg, Robert: Majipoor-Chroniken: Wird gerade neu auf Deutsch aufgelegt vom Mantikor-Verlag (osä…), Sci-Fantasy  voller Intrigen und mekrwürdiger Charaktere…

van Gulik, Robert: Richter Di oder englisch Judge Dee. Für jede asiatisch angehauchte Kampagne.

Volsky, Paula: Zauberer-Zyklus: Die weißen Dämonen haben es mir angetan. Auch sonst etwas Abseits vom normalen Fantasybrei.

Voß, Johann Heinrich: Seine Übersetzungen von Homer sind sperrig zu lesen für den heutigen Leser, treffen aber die Stimmung , für mich zumindest, besser als jeder Fließtext. Genial.

Außerdem: Ein bliebiges Kunsthistorisches Lexikon mit vielen Abbildungen. Selbst mehrbändige Schinken sind billig zu haben auf’m Flohmarkt. Manche Sachen findet man einfach nicht im Netz. Und sowieso Kafffeetischbücher (Anglizismus, oder gibt es das Wort auf deutsch?) über historische und “primitive” Kulturen und Kunst. Ausstellungsführer. Und Historische Reiseführer oder Bücher über bestimmte Orte (Ich hab’ mehrere über Pompeji, z.B.) sowie richtig alte Reisebeschreibungen und Texte über ferne Länder. Manchmal ist schon die andere Perspektive eines Heftes aus den 60ern oder 20ern eine interessante Geschichte in sich selbst… Archive.org und Gutenberg project sind natürlich auch gut, aber weniger direkt, irgendwie.

Hab noch hunderte Sachen vergessen, aber ja.

Bis denn dann bei den nächsten 400…

Euer Rorschachhamster.

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2 Gedanken zu “400. Beiträge, 5 Jahre und mein Appendix N

  1. Ich gratuliere und wünsche weiterhin Motivation, sowohl für die nächsten 5 Jahre als auch die nächsten 400 Artikel. Füt mich war da vieles dabei, was mir Freude gemacht hat, auch danke dafür!

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