Rollenspieltheoretische Überlegungen für D&D etc. – kurz und knackig

Ich kam ins Grübeln über den Sinn oder die Notwendigkeit, besonders abgefahrenes Zeug in sein Abenteuer bzw. die Kampagne zu packen.

Normalerweise ist es doch so, das der Standarddungeoncrawl eher als abgeschmackt angesehen wird – Stichwort “Hatten wir doch alles schon”. Und dieses Argument ist natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

Allerdings gibt es doch andere Spiele, wie vielleicht Skat, die eigentlich doch auch immer das gleiche sind. Sogar per Definition (Regeln halt). Warum spielt man die denn? Und die Antwort ist klar: Es geht eben nicht um das Spiel an sich sondern um die Interaktion der Spieler. Das ist beim Rollenspiel eigentlich nichts anderes, es wird aber dadurch, und jetzt kommt etwas, was vielleicht scheinbar widersprüchlich ist, erschwert, das die Persona des Charakters zwischen dem Spieler und seinen Mitspielern steht.

Mit anderen Worten, meine Idee ist, das die Umgebung des Dungeons vollkommen egal ist, solange den Spielern klar ist, das es sich um ein Spiel handelt. Da gibt’s halt scheinbar sinnlose Regeln und Vereinfachungen. Hauptsache es macht Spaß. Und die Vorstellung, das es beim Rollenspiel irgendwie um mehr gehen muß, ist eben nicht Zielführend. Jedenfalls wenn man sich ein Miteinander mit Freunden zum Spaß als Ziel setzt. Was man ja nicht muß… *Hust* ;)

Und da sind wir beim eigentlichen Auslöser – ich habe gerade meine Pathfinder-Gruppe, deren Charakterstufenschnitt so bei 6,5 liegt, in den ersten Level von Dwimmermount “geschickt”*. Die armen Orks. Aber andererseits war es auch lustig wie die besondere Umgebung eines nicht sehr besonderen Dungeons (zumindest hier) die Spieler zu beflügeln schien. Insbesondere das finden von toten Zwergen (Standard? Sicher!) und die einen gefangenen Zwerg folternden Orks (Standard! Ebenso!), das alles war um die Gruppe zu rächenden Schlächtern werden ließ (Ich muß mir einen kleinen Seitenhieb auf HG-angepaßte Begegnungen verkneifen…).

Und deswegen sind eher standardmäßige Dungeons auch voll OK! Solange es genug gibt mit denen die Spieler halt … spielen können.

Gut, das eine oder andere Abgefahrene schadet hier halt nicht. Aber einen Dungeon so zu gestalten, das ein SUPERHIGHLIGHT nach dem anderen folgt, stumpft die Spieler zu sehr ab. Und läuft auch quer zu ihren Erwartungen, meist. Wo bleiben den die blöden Witze, wenn man bei jedem Wort des SLs aufpassen muß, das man nicht Hintergrundinfo Nummer 25b** verpaßt? Oder die tragische Endgültigkeit des von Selbstzweifeln halbverrückten Halbvampirpaladins, der sich zum Wohle der Gruppe opfert beweint? Naja, wenn man so was mag… (Ok, manchmal wünsche ich mir auch etwas mehr Aufmerksamkeit, aber bei 8 Spielern… :P )

Wobei ein Punkt noch die Last auf dem SL ist, die natürlich bei relativ ruhigem Fahrwasser leichter ist. Und damit seinen Kopf auch für die wichtigen Ideen freimacht… und ihn mehr zum Mitspieler macht, was immer eine gute Idee ist. Stichwort SL-Burn out.

Deswegen habe ich auch gerade Riesenratten mit 2000 KM irgendwo anders eingebaut, nicht nur aus reiner Ironie.

 

BDD

ER

* sie haben den Köder geschluckt halt.

** die es übrigens bei Dwimmermount zu Hauf gibt- wenn sie einen denn Interessieren. Der Ball liegt halt bei den Spielern…

Halloween auf RPGnow

Ok, hier Minikurzrezis für die freien Inhalte zu Halloween auf RPGnow:

RQ1 Night of the Walking Dead – Die Karte des Dorfes und des Friedhofes allein lohnen sich schon. Keine Ahnung, wie das Abenteuer selbst ist, aber: Hey, Ravenloft.

Wraith the Oblivion (1st Edition): Das Konzept fand ich relativ cool. Wahrscheinlich spielt es sich eher lahm im Vergleich zu solchen Dingern wie Werewolf und Vampire…

Dungeon Crawl Classics #24: Nichts Großartiges… aber auch nicht schlecht, per se, irgendwas hat mich dran gestört, aber das hab ich wieder vergessen

Eden Studio Presents: Volume 1: Gut, kenn das System nicht, ist ein Abenteuer für Conspiracy X drin, kann man bestimmt auch in andere Regeln portieren. Yakuza denk ich immer gleich an Shadowrun…

Kaiju Kaos: Collectible Trading Cards, Set 01: Ich hab keine Ahnung wieso man das spielen sollte… aber ich mag solche Sammelkartenspiele eh nicht. Die Regelangaben scheinen sich auf eine Zahl und eine Fraktion zu beschränken…

Victoriana – The Devil in the Dark: Kein Zeit mehr! Muß zum Zug!

BDD

ER

DSA1 – Hausregeln Kampf und Attribute

Also, ich habe mich ja schon mal über die DSA1 Kampfregeln lustig gemacht. Mehr als einmal, wahrscheinlich. Wenn selbst der Beispielkampf aus dem Buch der Regeln nach 7 Würfelwürfen nur 1 SP vorzuweisen hat, bei Leuten mit 30 LE auf der ersten Stufe… puh… Hier nochmal das Original:

Kampfregeln ...oder Krampfregeln.

Jedenfalls fand und finde ich es auch unerträglich, das eine gelungene Attacke nichts wert ist, wenn der Gegner pariert. Da fühlt man sich jedesmal verarscht. Und noch schlimmer: Ganzer Schaden bleibt im RS hängen. AAAAAAArg! Deswegen folgende Hausregeln: Eine gelungene Attacke macht, ganz unabhängig von der Parade, schon mal einen SP. Direkt von der LE des Gegners. Das reicht nicht um Gift oder ähnliches zum wirken zu bringen, aber immerhin ist es etwas. Wenn dem Gegner seine Parade nicht gelingt, erleidet er automatisch einen weiteren SP, und der läßt auch Gift und ähnliches wirken. Erst dann werden ganz normal die TP ausgewürfelt und der RS abgezogen um die SP zu ermitteln. D.b. das auch ein erfolgreicher Angriff 2 Punkte Schaden mehr macht. Auch nicht so verkehrt. Und man kann mit einem Messer den Krieger in der Ritterrüstung vergiften… irgendeine Lücke gibt es immer. Und so sind die Ritterrüstungen kein Allheilmittel mehr.

Das obige Beispiel mit meinen Regeln:

1. Kampfrunde

1. Sequenz: Alf würfelt AT: 13 Augen. Fehlschlag!

2. Sequenz: Bert würfelt AT: 11 Augen. Fehlschlag!

2. Kampfrunde

1. Sequenz: Alf würfelt AT: 16 Augen. Fehlschlag!

2. Sequenz: Bert würfelt AT: 9 Augen. Erfolg! Alf erleidet 1 SP.

Alf würfelt PA: 4 Augen. Schlag pariert!

2. Kampfrunde

1. Sequenz: Alf würfelt AT: 5 Augen. Erfolg! Bert erleidet 1 SP.

Bert würfelt PA: 13 Augen. Parade mißglückt! Bert erleidet 1 SP.

Alf würfelt TP (1 Würfel +3).

Ergebnis: 5 TP

4 TP bleiben in Berts Rüstung hängen.

1 SP wird von Berts Lebenspunkten abgezogen.

2. Sequenz: Bert würfelt AT: 17 Augen. Fehlschlag!

etc.pp.

…und statt das nur einer der beiden 1 SP erlitten hat, hat Alf 1 SP und Bert immerhin 3 SP hinnehmen müssen… das fühlt sich besser an und läßt außerdem fast jeden Kampf etwas an der LE zehren.  Die ja ausreichend vorhanden ist. ;)

Desweitern gilt die Regel des Mörderischen Schlages bei allen Kombatanten, egal, ob Spielercharakter oder nicht. Wo kommen wir denn sonst hin? Zweiklassengesellschaft? ;) Und mit +2 auf den Schaden, halt einen für die gelungene Attacke (Duh!) und einen für die mißlungene Parade, auch wenn die gar nicht stattfindet. Damit nicht im Extremfall (Gegner mit RS 0) ein mörderischer Schlag weniger Schaden verursachen kann als ein normaler. Was mir gar nicht mehr bewußt war, ist das die Regel bei 1 und 2 greift. Das macht die relativ häufig. Huh.

Im Spiel würde es sich anbieten, den Schaden mit einer Strichliste abzustreichen – weil man so mehr Zeit hat noch mehr zu würfeln… :P Naja, macht es schon etwas schneller.

Zweites Thema Attribute: Die Geschicklichkeit und die Stärke machen bei 13 mehr Attacke oder Parade bzw. mehr Schaden. So weit so gut. Allerdings kann man jede Stufe einen Wert erhöhen und jeder Wert über 13 erhöht den Bonus um nochmal um 1. Finde ich ein büschen viel, kann aber auch meine D&D-Sozialisierung sein. Unter 8 ist gar nicht vorgesehen. Da ich aber vorhabe, auch Attributsschaden zumindest zuzulassen… (Schatten, z.B.) brauche ich auch Abzüge für unter 8. Deswegen hier jetzt die Tabellen, die den Bonus geringer machen und auch mehr Mali für unter 8 vorsehen, basierend auf den von LL.

Attributswert Stärke-Modifikator auf TP Geschicklichkeit-Modifikator auf AT oder PA
0 Tot Gelähmt
1 -4 -4
2-3 -3 -3
4-5 -2 -2
6-8 -1 -1
9-12 - -
13-15 +1 +1
16-17 +2 +2
18-19 +3 +3
20 +4 +4

Ok, das könnte funktionieren. Vielleicht bin ich da aber etwas über’s Ziel hinausgeschossen – bei den Attributen bin ich mir halt noch nicht sicher. Trotzdem, eine machbare Idee.

BDD

ER

Oh, Mann, diese Farben … TENTAKEL!

Ok, es ist jetzt erschienen. Drogen, Sex, Gewalt – Narcosa ist da…

Holt es euch, bevor es wieder 666 Dollar kostet… das könnte je nach Perspektive ewig währen oder passieren, sobald die Sterne richtig stehen… also schnell auf den magischen Teppich geschwungen und in die Wolken aus irremachendem Rauch getaucht…

nned nnad sib

retsmahhcahcsror

Loot. Noch warm. Teilweise jedenfalls.

Hab mir gerade Pawns gekauft, nach langer Zeit dann doch. Begutachten konnte ich die in der Einsteigerbox schon, aus der Bücherei. Hab mich immer geziert, und auch heute die Box in der Hand gehabt und gedacht, “Haste doch überall Minis von”. Bestiary 2 ähnlich, nur war dann noch dabei, “Benutzt du eh zu selten”. Aber dann habe ich doch das Set zu Wrath of the Righteous gekauft, auch wenn ich das Abenteuer nie kaufen oder spielen oder leiten werde – voraussichtlich. Weil die Pawns wenigstens interessant klangen – und es noch billiger war. Spätestens bei “Demodand” war es um mich geschehen… Gut, einige von den Dämonen sind eher zu Patfhindercool, aber was soll’s. Und dann konnte ich mir es nicht nehmen dieses Foto zu machen:DIGITAL CAMERA
Dazwischen liegen 21 Jahre Rollenspielentwicklung… ;) :P

Gut, der Fuß ist nicht original Pathfinder, waren keine dabei… der ist aus dem Diablo-D&D-Set… :D Und einen mir unbekannten Zeichner mit DiTerlizzi zu vergleichen ist auch extra unfair. :) Was ich jetzt gar nicht dokumentiert habe M( ist das die Rückseite des Kobolds, im Gegensatz zum gleich aussehenden neuen Pawn, tatsächlich die Rückseite des Kobolds zeigt… Tjaha.

Außerdem habe ich noch ein paar alte Minis gekauft. Nach Gewicht als Gimmick. Schon um meine coolen Ersteigerungen auf der Nordcon wieder wettzumachen – allerdings habe ich mir natürlich die Leichtesten rausgesucht… ;) Unter anderem Perseus mit Medusenkopf von Reaper.

Das neue Secrets hat viele SC-Völker für S&W. Auch als Rasse=Klasse, wenn man will. Sehr cool, da kann ich vielleicht einige Pathfinderisieren. Richtig durchgelesen wird eh erst, wenn es körperlich hier ist. Und irgendwo anders, quatsch, in Kickassistan habe ich gelesen, wieviel cooler der Begriff Vogelmensch als Tengu, Avianer osä ist. Gekauft! Sowieso! Ich mein, und ich weiß nicht warum ich jetzt so’n ein büschen norddeutschen Slang im Kopp habe hier beim Schreiben, aber meine Völker heet so ja eh all – fast jedenfalls… Enkel der Chloris heißen jetzt halt Baummenschen. Und Ziegenmenschen nich mehr Aixiden, obwohl ich als alter Lateiner das immer noch gut finde… ;)

BDD

ER

DSA1 für echte Klere…Kerlik… Krel… oder so. Und Dwimmermount

Ich hab hier ja schon öfter über das blöde Kampfsystem von DSA1 geschrieben, aber dieser Beitrag macht es deutlich… alles gelogen. Es war etwas  ganz anderes das mir bei DSA1 gefehlt hat…

Geweihter aka Kleriker

Mindestwerte: Mut 12 Charisma 12

LE: 25 AE: 25

Können alle Rüstungen und Schilde verwenden bis auf Ritterrüstung, dürfen nur stumpfe Waffen verwenden (Keule, Streitkolben)

Abenteurer können auf die Klasse wechseln, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen, LP bleiben gleich, AE: 25

Zauberliste:

Zauber Bevorzugende Gottheit
BALSAMSALABUNDE – Heile, Wunde! Peraine, Tsa
FLIM-FLAM-FUNKEL – Bring Licht ins Dunkel! Praios, Hesinde
ARMATRUTZ – Schild und Schutz! Ingerimm, Rondra
BANNBALADIN – Dein Freund ich bin! Phex, Rahja
PARALÜ-PARALEIN – Sei starr wie Stein! Firun, Efferd
HORRIPHOBUS-SCHRECKENSPEIN – Fahr in deine Glieder ein! Boron
SENSIBAR-WAHR UND KLAR – Gefühle werdet offenbar! Travia

Für bevorzugte Zauber, dessen Gott man anbetet, verringern sich die Kosten um 1 Punkt AE pro 4 Stufen aufgerundet. D.h. wenn ein Kleriker des Praios der 3. das Flim-Flam-Funkel länger als 1 SR anläßt, dann bezahlt er auch. Er kann natürlich kurz Schluß machen, aber mindestens eine „Abrechnungseinheit“ (in diesem Falle also SR), sonst funktioniert es nicht.

Pro Opferung von 144 Dukaten in einem Tempel seiner Gottheit kann ein Kleriker 1 Extra-Astralpunkt erwerben.

Warum lähmt Efferd? Weil er die Körperflüssigkeiten stocken lassen kann… oder so. Ich wollte mir keine neuen Zauber einfallen lassen… da liegt ja kein Sinn drin. :P

So, wer jetzt Mutig genug ist, spielt Dwimmermount mit DSA1. Ich hätte Interesse, die Zauber im Anhang konvertiert zu sehen… :) womit ich meinem Satz vorne beinahe sofort zu widersprechen scheine, aber das Grundregelwerk ist ja etwas anderes als Zauber, auf die man stoßen kann. Und die man dann auch irgendwie, vielleicht, nutzen kann, DSA1 sieht sowas ja gar nicht vor.

Dwimmermount ist ganz gut. Ich mochte die Geschichten und Spielberichte von James ja eh, und ansonsten ist es MASSIV. Naja, die Karten sind nicht ganz so mein Geschmack, und viele von den Anhang Zaubern sind bestimmt auch im LL AEC, aber das große Ganze schockt.  Die ganze Chose mit dem Kickstarter ist ja zum Glück an mir vorbeigegangen. Vor allem weil ich kein Geld hatte. Manchmal kann das echt von Vorteil sein. ;)

Auf DSA1 Kleriker bin ich drauf gekommen, weil es bei Dwimmermount keine Hobbitse… äh… ich mein natürlich Halblinge gibt. Und da fehlt echt nur der Kleriker. Also… Geweihter.  Um das Sextett komplett zu machen, das mit Abenteurer – Dieb, Krieger – Kämpfer, Magier – Zauberkundiger, Elf und Zwerg und jetzt Geweihter – Kleriker DSA1 mit BECMI-D&D gleichsetzt. Nur so eine Idee, aber schnell umgesetzt. DSA1 halt. Die Regeln sind überschaubar.

Bis Denn Dann

Euer Rorschachhamster