Darkness Without Form

Ich habe mir spontan (Fanboy! Fanboy! Ruft die kleine Stimme in meinem Kopf) das neue PDF von Sean K Reynolds Games gekauft – namentlich Darkness Without Form – Secrets of The Mimic. Zum Subscriptionspreis von 2$ kann ma da nix falsch machen hab ich mir gedacht. Erstmal zum Inhalt: Das Buch beginnt mit einem kurzen Absatz über die Mimics und ihren Sinn und Zweck in der Kampagne, wobei interessanterweise noch auf Paizos Dungeon Denizens Revisited hingewiesen wird, wenn es um normale Mimics geht. Danach geht es dann um die Urahnen der Mimics, die Symbionten, und ihre Erschaffer, was in Golarion die Aboleth eines Reiches der frühen Vergangenheit sind (wobei Golarion nie genannt wird – ist schließlich kein Buch von Paizo). Es wird auf die ersten Symbionten als umgekehrter Tauchanzug der Aboleth eingegangen (interessanterweise als Template/Schablone gelöst), und deren Weiterentwicklung zu menschlichen Verbesserungen und deren Regression in die aus Dungeons und Fernsehen bekannten Mimics nach dem Fall des Reiches. Die Golarionspezifischen Aboleth kann man natürlich ersetzen; wir fallen auf Anhieb ein: Betrachter oder das ältere Auge anbetende Drow in den VR, in Eberron die Daelkyr, was sehr schön mit den (Sic!) Symbionten aus dem Kampagnenset harmoniert, oder die Galchutt und ihre Chaoskulte oder vielleicht eher Ghul in Ptolus… jede Rasse/Person/Bedrohung aus grauer Vorzeit mit einem Hang zur „Gentechnik“ halt. Die Symbionten für Humanoide selber sind als Schablonen im nächsten Kapitel erklärt, erst mit einigen allgemeingültigen Regeln und dann mit zwei Beispielwesen: Puppetmaster Symbiot und Warhulk Symbiot. Beide sind nicht das was man anzieht, sondern eher Wesen, die einen Charakter „unterziehen“, denn sie beherrschen ihn (Und fressen ihn einfach, wenn das nichts wird). Ein wenig ansatzlos folgen zwei Mimicmonster, Lair Tyrant Mimic und Mimicling Swarm – beides Wesen mit einigen Besonderheiten und ordentlich Text. Danach kommt das letzte Kapitel das sich mit alternativen Eigenschaften der normalen Mimics befaßt (und erneut auf Dungeons Denizens Revisited verweist), und einige Beispiele dieser Wesen als Fallen aufzählt. Die Aufmachung ist angemessen, mit amorph und schleimig gestalteten Seitenrändern und weiß zu gefallen – allerdings mußte ich beim Lesen wieder dran denken, was ich irgendwo im „Netz“ gelesen hatte: das nämlich ein Querformat einem reinen PDF-Produkt wesentlich besser zu Gesicht steht, wegen dem einfacheren Lesen am Computerbildschirm. Die wenigen Grafiken sind durchschnittlich, allerdings nicht gerade konsistent – es gibt alte (lizenzfreie) Stiche, comichafte Mimics mit langen Zungen und die Abbildungen der Symbiotes im Stil des Covers. Ein einheitlicher Look wäre sicherlich etwas besser gewesen. Fazit: Mir gefällt das Buch ganz gut – und wenn ich ein Abenteuer mit den oben angegebenen Monstern leiten werde, werde ich sicherlich wieder drauf zurückkommen. Manches wirkt etwas halbgar und nicht zu Ende gedacht, wie die Tatsache, das der Tod des Wirtes einen Symbionten nicht im geringsten stört – angesichts der immer wieder erwähnten massiven körperlichen Verbindung wäre doch z.B. zumindest eine Runde Benommenheit angemessen, denke ich. Ich mag die Art und Weise wie aus einem höchst unwahrscheinlichen Monster aus Urzeiten des Hobbies ein logischer Nachkomme von uralten Kampfmaschinen gemacht wird. Macht Lust ein paar Mimics gegen die SC einzusetzen. Selbst wenn es nur die normale Truhe in einem leeren Raum ist… ;P Fluff/Crunchratio stimmt auch und vor allem paßt beides zusammen. Der Preis ist mehr als ok, denn so wenig Inhalt bekommt man mit rundbummelig 20 Seiten gar nicht. Die Biographien der Autoren lasse ich mal hier außen vor, auch wenn Clinton J. Boomer interessanterweise einen Bundeswehrparka trägt. Also, wer Interesse an schrägen Monstern hat oder einfach etwas Ideen für seine Abolethkampagne braucht – zugreifen. Monsterbücher kann man nie genug haben. Zumal bei dem Preis, der noch gilt – danach 3$ ist aber auch nicht die Welt. Achja, das Buch ist für Pathfinder, aber Konversion in D&D3.5 ist sehr einfach. Pathfinder halt.

Bis dann,

Euer Rorschachhamster

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