Old-School-Infusion für Pathfinderregeln: 3W6, Baby

Auch wenn ich nicht jemand bin der die alten Bücher wirklich wieder einsetzen will, wie ich bereits anmerkte, hatte die „gute alte Zeit“ doch ihre Vorteile. Eine Idee geht mir nicht mehr aus dem Kopf und deswegen schreib ich sie hier mal auf.

Wie ich hier bei mxyzplk in den Kommentaren schon mal angemerkt habe, geht mir Point-Buy mit der Berechenbarkeit auf die Nerven – ich will wieder niedrige Attribute haben um den Charakter abzurunden. In meiner Hausgruppe haben wir die Attributswerterstellung von neuen Charakteren bis jetzt mit sieben mal 4W6 auswürfeln, den niedrigsten Würfel und Wert wegnehmen und die so entstandenen Werte frei verteilen gehandhabt. Dies erschafft Charaktere mit kaum einem underdurchschnittlichen Attribut, nein, eigentlich meist keinem unterdurchschnittlichen Attribut. Gähn.

Deswegen habe ich mich mal hingesetzt und exemplarisch einmal 8 Charaktere as is klassisch mit 3W6 ausgewürfelt, nach fester Reihenfolge der Attribute.

Das Ergebnis sah so aus:

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.
ST 16 14 7 16 11 9 7 5
GE 11 8 11 7 12 11 8 12
KO 9 17 9 9 11 14 8 12
IT 14 6 12 17 13 8 10 4
WE 9 13 11 5 14 11 11 16
CH 10 13 6 12 6 5 13 12
Gesamt 69 71 56 65 67 58 57 61
Gesamt-modifikator +3 +5 -4 +1 +2 -3 -3 0

Interessanterweise gibt es keinen einzigen Charakter mit nicht wenigstem einen Ausreißer nach oben oder unten. Außerdem sieht man recht deutlich, das, wenn die Spieler ihre Charaktere einfach auswürfeln würden, es ziemliche Machtunterschiede gäbe. Nicht sehr fair, aber es geht ja gerade um nicht fair sondern um Herausforderungen. Was mir aber sehr gut gefällt ist die Unterschiedlichkeit der einzelnen Sets. Schauen wir uns zum Beispiel die Charaktere mit der höchsten Stärke an: Die Beiden mit 16, 1. und 4.. Ein Spieler, der einen menschlichen Kämpfer spielen möchte hat jetzt mehrere Möglichkeiten: Beißt er in den sauren Apfel und reicht ihm St 16 und er nutzt den +2 Attributsbonus seines Volkes um den Konstitutionswert zumindest auf 11 zu bringen? Oder nimmt er ihn in Kauf um die Stärke auf 18 zu bringen? Das sind Fragen die so bei Point-Buy oder Verteilen der Werte gar nicht auftauchen. Da geht es eher um die Frage: IT oder CH als Dumpstat. Gähn. Auch interessant ist die Tatsache, das bei diesen 8 Charakteren keiner eine höhere Geschicklichkeit als 12 hat. Dies kann zu fehlenden Klassen oder nicht idealen Werten für eine bestimmte Klasse führen (in diesem Fall Schurke). Auch gut für die Gruppendynamik – zumindest bei Spielern die schon länger dabei sind.

Trotzdem glaube ich nicht, das ich dieses System meinen Spielern schmackhaft machen könnte. Meine Lösung wäre: 2 Charaktere pro Spieler (und vielleicht zwei vom Spielleiter, wenn man gnädig ist) werden gemeinsam ausgewürfelt, und danach können die Spieler wählen. Ich würde die Reihenfolge vom Wurf eines W20 abhängig machen… So kann auch der Spieler einen Charakter wählen, den eher spielen möchte – auch wenn er u.U. Als allerletzter die Wahl hat zwischen Pest und Cholera. Naja, wenn wir von diesem Satz ausgehen, ist es ja nicht ganz so schlimm.

Hm, folgende Charaktere würde ich für die Standardabenteurergruppe nutzen:

  1. 1. wäre ein ordentlicher Kämpfer. Konstitution 9 ist zwar suboptimal aber ansonsten ist er ordentlich. Mit IT 14 hat er auch mehr Fertigkeitspunkte als der normale Kämpfer.
  2. Der Kleriker wäre 2. für mich. Zwar hat er nur Weisheit 13 (mit Volksbonus 15), aber dafür auch ein ordentliches Charisma und nicht unmögliche Kampfwerte – und Konstitution 17 macht ihn härter als seinen Kämpferkollegen. (8. wäre hier die Alternative für einen nicht sehr streitbaren und dummen, aber sehr weisen Kleriker. Sehr extrem, aber auch möglich, nur nicht unbedingt Standard).
  3. Magier wäre für mich die 4. Ungewöhnlich stark und willensschwach, und auch weniger geschickt als gut für ihn ist, aber dafür der einzige Charakter mit 17 als Ausgangswert. Ko 9 ist natürlich auch nicht toll wenn man nur einen W6 für die Trefferpunkte hat…
  4. Schurke wäre einfach die Nummer 5. Weisheit 14 als besten Wert, aber Geschicklichkeit 12… Naja. Cha 6 läßt ihn bestimmt keinen „loveable Rogue“ sein… Aber von den übrigen der geeigneteste Satz, mMn.

Eine Folge, ich möchte nicht Nachteil schreiben, dieser Methode ist das die Erwartungen der diversen Kaufmodule (d.h. Abenteuer, für alle verkappten DSAler :P) doch von recht optimierten Charakteren ausgehen. Ich glaube zwar nicht, das dies essentielle Bedeutung erlangen könnte, aber man sollte sich dessen als Spielleiter bewußt sein. Gerade Rettungswürfe könnten unter niedrigen Werten leiden (WE 5 für den „Zauberkundigen“ z.B.).

Schurke für Steinzeit is next.

Sag ich jetzt mal. Versprechen tu ich nichts.

Bis Dann

euer RORSCHACHHAMSTER

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