LOL, und Hobbits… äh… Halblinge

Auf der Faz-Seite kann man seine Schreibe mit Deutschen Schriftstellern im weitesten Sinn vergleichen lassen, gibt es in Englisch schon etwas länger, um so gespannter war ich was dabei heraus kommt, wenn ich einen Absatz aus meinem letzten Artikel über Elfisch analysieren lasse:

„Oh Gott!“ sagt der Atheist. Wobei das zu meinen Nichtambitionen paßt, ein  Schriftsteller zu werden. Und eine Menge über gewisse Personen aussagt, die solche Ambitionen haben… Hehe…

Noch interessanter ist allerdings, das man den Scheiß ganz leicht manipulieren kann:

Hehehe. Seid also skeptisch, wenn sich in nächster Zeit die Goethes und Schillers häufen. Danke an Gisela für den Link.

Zum eigentlichen Thema:

In den frühen Anfängen des Hobbies waren Hobbits eine Spielerrasse, aber nachdem die Erben Tolkiens darauf aufmerksam wurden, wurden aus ihnen Halblinge. Diese haben sich im Laufe der Zeit, spätestens mit der 3. Edition, immer mehr von ihrer literarischen Vorlage entfernt. Die Hobbits wie sie im Herrn der Ringe, und natürlich im Hobbit (aber da noch weniger genau),  beschrieben sind, sind eine Ausgeburt an Konservativheit und (etwas wohlwollender ausgedrückt) Bodenständigkeit. Die „neuen“ Halblinge sind dagegen seit der 3. Edition irgendwie „zigeuner“ähnliche Streuenr, die keine festen Wohnsitz haben. Irgendwie genau das Gegenteil. In meiner Reihe, den nichtmenschlichen Spielervölkern ein etwas anderes Gesicht zu geben habe ich jetzt ein Problem: Schließlich ist das bereits einmal passiert. Ich orientiere mich erstmal an der Beschreibung in Pathfinder:  Da sind sie die fröhlichen, optimistischen, weltoffenen Streuner. Im HdR dagegen die fröhlichen, optimistischen, provinzlerischen Einsiedler. Also, aus persönlicher Präferenz mache ich aus Halblingen wieder die sesshaften Hobbits äh Halblinge. Aber sie sind nicht für ihren Frohsinn bekannt. Ganz im Gegenteil: Meine Version ist ein eigenbrötlerisches, grimmiges Volk, bekannt für seine förmliche Art und vollkommen gegen jede Art der Spontanität eingenommen. Nicht auf die liebenswerte Art der Shirebewohner, sondern eher die Art, die Fremden in einer regnerischen Nacht nichtmal den Schweinestall als Obdach anbietet – Problem ist nur, das beißt sich mit dem Charismabonus der Halblinge. Oder? Nicht wirklich, ich formuliere das nochmal um…

Halblinge sind ein ernsthaftes und bodenständiges Volk. Sie leben meist in eigenständigen Siedlungen oder gar Ghettos in größeren Städten, die oft nicht ein einziges Wirtshaus haben (Und wenn, wird es oft von einem Angehörigen eines anderen Volkes betrieben). Ihr ästhetisches Empfinden richtet sich allein an der Funktionalität aus und dementsprechend schlicht sind ihre Behausungen.

Ein Halbling gibt sein Wort nicht leichtfertig und wenn er es einmal gegeben hat, dann versucht er es zu halten. Halblinge sind sehr bedacht auf Formalitäten und Protokolle und erhalten einen +2 Bonus auf Diplomatie und Wissen (Adel) (Dies ersetzt das Volksmerkmal Wendig). Sie sind meistens Handwerker und Händler, und ihre Arbeit machen sie mit großer Gewissenhaftigkeit. Es gibt nichts schlimmeres für einen Halbling, als einen Vertrag nicht einhalten zu können. Da sie diese Einstellung auch von jedem anderen erwarten, reagieren sie äußerst unwillig auf Leute, die sich nicht an Abmachungen halten, selbst wenn die Umstände sich geändert haben. Sie gelten als sehr stur, aber absolut verläßlich. Sie achten sehr genau drauf was sie sagen und üben sich von Kindesbeinen an in Rhetorik. Schließlich möchte ein Halbling immer, das klar ist, was er meint. Gegenüber Nichthalblingen sind sie umso unnachgiebiger wenn es um fehlerhafte Formulierungen oder irreführende Regeln geht. Halblinge sind sehr geehrte Richter und weniger gute Rechtsanwälte…

Ihr Charismabonus ist also kein „Ach,was für ein netter Kerl!“ Bonus, sondern ein „Du kannnst 100%ig drauf bauen, das er dich nicht anlügt!“ Bonus.

Mein einziges Problem damit ist, das sich das etwas zu Zwergisch anhört – aber da die eh anders sind, ist das, denke ich, kein Problem.

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster…

3 Gedanken zu “LOL, und Hobbits… äh… Halblinge

  1. Hahaha, ich schreibe wie Karl Marx!
    Und wenn ich nicht absichtlich Sätze professorhaft schwurbele, schreibe ich wie Sigmund Freud. Das nehme ich mal als Lob für Stil und Textverständlichkeit.🙂

  2. Ist „ich schreibe über Rollenspieltheorie wie Sigmund Freud“ ein Kompliment?🙂

    Und warum bei einem Prosatext Peter Handke? (wer ist das?)

    Und bei einem Text über die Geschichte von Tauschbörsen wie Rainald Goetz? (wer ist das?)

    ⇒ ein toller Verkaufstrick und Werbung für deren Lieblingsautoren. Rest zweifelhaft…

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