Die etwas anderen Gnome des Grautals

Oberflächlich betrachtet gleichen die Gnome des Grautals ihren Verwandten auf unzähligen anderen Welten zwischen den Dimensionen des Multiversums. Sie sind kleine, freundliche Gestalten mit einem Hang zu Illusionen und Selbstdarstellung. Die Gnome des Grautals allerdings besitzen dabei aber eine besondere Eigenart: Ihre Kultur kennt keine andere Art der Arbeitsaufnahme als der Selbstversklavung. Ein junger Gnom sucht sich einen Besitzer statt eines Lehrherren. Dieser muß bereit sein einen recht stattlichen Kaufpreis zu zahlen (je nach Begabung und Vorkenntnissen können solche Gnome bis zu 10.000 Gm kosten, die meisten liegen aber bei rund 1.000 GM ) und die Verpflichtung, dem Gnom jedes Jahr eine Woche in völliger Freiheit zu lassen. Diese wird meist genutzt um sich zu verheiraten (oft genug eine recht spontane Entscheidung wenn man nur eine Woche Zeit hat), Kinder zu Zeugen und/oder die Verwandtschaft zu besuchen, die sich freikaufen konnte. Denn Freikaufen läßt sich ein Gnom, der etwas auf sich hält, sobald der Nachwuchs die nötigen Geldmittel aufgebracht hat – normalerweise durch die eigene Selbstversklavung… Sklaven selbst haben keinerlei Rechte bis auf körperliche Unversehrtheit jenseits von normalen Berufskrankheiten und Züchtigungen. Die meisten freien Gnome, also Kinder und Rentner, leben in ziemlich abgeschlossenen Gemeinschaften, oft versteckt oder zumindest nicht einfach zugänglich  (Wie z.B. in alten Kellern unter einer Menschenstadt oder abseits gelegenen Schluchtdörfern.)

Zu 90% spielt sich dieser merkwürdige Handel mit der eigenen Person in der gnomischen Gesellschaft ab, unbemerkt von den großen Personen. Eine Minderheit Gnome aber verkauft sich, meist wegen der höheren Summen, auf dem offenen Markt. Obwohl die Versklavung von „ehrenvollen Seelenwesen“; d.h. Elfen, Hlablinge, Zwerge und Menschen; offiziell verboten ist, haben die Gnome die gräfliche Erlaubnis sich selbst zu versklaven. Menschliche und andersrassige „Besitzer“ werden aber auf die speziellen Eigenschaften der Vereinbarung noch einmal ausdrücklich hingewiesen. Eine Besonderheit der gnomischen Kultur kommt ihnen dabei auch zu Gute und führt zu einer gnomischen Übermacht im horizontalen Gewerbe: Gnome sehen sich in der Versklavung als Teil ihres Besitzers, wie einen Fuß oder Arm. Deswegen haben Gnomensklaven beiderlei Geschlechts keine Probleme ihren Körper zu prostituieren (Dieses wirft nach ihrer Auffassung höchstens ein schlechtes Licht auf den Besitzer und passiert dem Gnom gar nicht).

Was den meisten Wesen unbekannt ist, und auch von vielen Gnomen vehement abgestritten wird, ist die enge Beziehung die viele Gnome traditionell zur Gilde haben.  Gnome werden, egal wo, automatisch als Gildenmitglied angesehen, und werden somit nie bestohlen. Auch wenn nur die etwas weniger ethisch gefestigten Gnome dies für sich nutzen, sehen es doch selbst die rechtschaffensten Exemplare als eine Verpflichtung an, diese Organisation ihrerseits vor ungemach zu schützen – wobei einzelne Individuen auf diesen Schutz nicht bauen sollten, insbesondere wenn sie gegen die Interessen der Gilde handeln. Gnome würden aber niemals ihren eigenen Besitzer bestehlen, denn sie haben Angst vor etwas das sie „rekursive Karma-Explosion“ nennen, wenn der Besitzer durch sie als seinen Besitz sich selbst bestiehlt. Dritten gegenüber besteht diese Angst allerdings nicht. Außerdem werden Gnome oft ziemlich herablassend behandelt. Schließlich sind die meisten angetroffenen Gnome Sklaven…

Gnome als Spielercharaktere können sich dafür entscheiden, der Sklave eines anderen Spielers, der einer dritten Person, oder einer der wenigen Gnome zu sein, die es, sei es durch ererbten Reichtum oder durch andere, in ihrer Persönlichkeit begründete Faktoren, nicht nötig haben, sich zu versklaven. Diese letzte Möglichkeit macht sie aber ziemlich merkwürdig in den Augen der meisten Gnome (und auch unfähig, das Nachleben ohne zusätzliche Wiedergeburt zu erlangen).

Das waren die Gnome und ihre Sklaverei, oder Leibeigenschaft oder Vermietung oder wie auch immer. Irgendwie ist die Götterstraße im Moment nicht mehr so im Vordergrund in meinen Planungen fürs Blog hier. Aber das kann sich schnell ändern.

BDD

ER

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