Moderne Geschichte des Grautals

Die moderne Geschichte des Grautals beginnt ungefähr 300 Jahre vor dem Beginn der Kampagne (Jahr 1009 nach der Krönung des hohen Königs) mit der Gründung Watfurts. Das Gebiet jenseits des Wasserfalls, der heute an der Siedlung Bruch liegt, war zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Wenndeburg, oder damals Wehndeberg, war nur ein kleiner Stützpunkt des Reiches, eine Station an der Schiffsroute zwischen den großen Häfen zu den Ländern im Süden des Kontinents, und umgeben von Wildnis. Lediglich die Elfischen und Zwergischen Ansiedlungen an und in der Nähe der Küste waren bereits vorhanden, nur war der Kontakt zu den Menschen in jener Zeit sporadisch und sogar von kleineren Auseinandersetzungen geprägt. Als aber im Rahmen des dritten Erbfolgekrieges eine größere Menge Flüchtlinge die Bevölkerungszahl von Wenndeburg in die Höhe schießen lies, kam es zu ersten Versorgungsengpässen. Da direkt an der Küste die Gefahr durch die „Halbmenschen“ zu groß war, begann eine Zeit der Besiedlung am Fluß entlang bis zum Bruch, wie der Wasserfall damals schon bekannt war. Dies führte zu ersten Erkundungsexpeditionen in die Moore jenseits des Landfalls. Am bekanntesten, wenn auch nicht die erste der Expeditionen, wie oft fälschlicherweise zu hören, ist wohl die des zweiten Grafen von Wenndeburg, Ernestin der I., der schließlich in den Ruinen, die die Fundamente des heutigen Watfurt bilden, von orkischen Räubern getötet wurde. „Rache“ für den beliebten Grafen wurde für eine Jahreszeit zu einem großen Motiv für Abenteurer und Glücksritter und innerhalb eines turbulenten Jahres wurden die ersten Gebäude, zumeist Tavernen und Ausrüstungsgeschäfte, aber auch die ersten Farmen im Umland, hergerichtet. In diese Zeit fällt auch die Einrichtung des Things, in dem die verschiedenen Gruppierungen sich absprachen, Claims absteckten und eine grobe Gesetzgebung absprachen. Nachdem der fortgeführte Konflikt um die Thronfolge den Strom der Flüchtlinge nicht abreißen lies, wurden in kurzer Zeit die anderen permanenten Ansiedlungen gegründet – Eisweiher vor ca. 270 Jahren, und schließlich Randing offiziell im Jahre 744. Aus den Hulenmarschen eingewanderte Flüchtlinge begannen mit der Entwässerung des Moores am Flußlauf entlang, und Bruch wurde zum Umschlagplatz für Waren aus dem Reich und, in geringeren Maße, Nahrungsmitteln für Wenndeburg. Mit dem Ende des Krieges und dem daraufhin folgenden Flüchtlingsströme wurde das Grautal von einem Ort der schnellen Expansion zu einem relativ ruhigen Hinterland. Die Treffen des Things wurden vom Grafen von Wenndeburg schließlich im Jahre 832 legalisiert, nachdem es einige Auseinandersetzungen zwischen den unabhängigen Siedlern und der eher dem Reich zugewandten Küstenstadt gegeben hatte. Von den Bewohnern wird immer noch die Schlacht um Watfurt als großer Sieg für die gesicherte Selbständigkeit des Tals gefeiert – wobei Quellen aus Wenndeburg diese nur als „Scharmützel“ mit „Banditen“ beschreiben. Dieser Erfolg führte zur Einführung der Thingreiter, die, bezahlt durch Steuern, die der Thing erhob, als Polizei und Streitmacht des Tales auftraten. Einen Rückschlag erlebten die Siedler in den sogenannten „Orkkriegen“ von 934-936. Viele der Farmen um Eisweiher herum wurden damals aufgegeben oder zerstört. Mit dem großen Sieg in der „Nebelschlacht beim großen Schädel“, den der damalige Anführer der Thingreiter Matten von Orbius errang, war aber auch diese Bedrohung abgewendet. Interessanterweise streiten über die genaue Lage des Schlachtfeldes die Gelehrten und Veteranen eigentlich seit damals. Danach hat es keine großen organisierten Orkhaufen mehr gegeben. Gerüchte sprechen davon, das die Priesterschaft der Göttin der Fruchtbarkeit an Bedeutung bei den Orks des Grautals gewonnen hat und die männlichen Kriegsgötter erfolgreich zurückgedrängt hat – sicher weil viele orkische Krieger an diesem Tag ihr leben ließen. 967 war das berüchtigte Jahr der tausend Tränen, als eine eigentlich harmlose Epidemie von Huffraß mit einem besonders kalten feuchten Sommer zusammenfiel. Hunderte der halbwilden Pferde des Tals verendeten damals qualvoll, ohne das die Viehzüchter viel tun konnten. Der Ankauf von Setherponies zur Zucht von Zweien der Bauern des Tals, Herrn Harrulsen aus Eisweiher und Freiherrn von Born, veränderte die Pferdezucht des ganzen Tals hin zu schlankeren, leichteren Pferden und begründete eine immer noch andauernde Fehde der inzwischen Greisen Patriarchen. In die jüngste Geschichte fällt der Thing von 1008, in dem der Bürgermeister von Watfurt Hansger die Auflösung der Thingreiter erreichte und die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in die Hände der drei Bürgermeister legte. Es ist kein Geheimnis, das der Bürgermeister von Eisweiher, Klaun Odriksohn, diese Entscheidung durch Ernennung der ehemaligen Obfrau der Thingreiter, Tia Braumeier, zur offiziellen Stadtbüttelin seiner Ortschaft, unterlaufen hat und das viele davon ausgehen, das diese Entscheidung beim nächsten Thing wieder rückgängig gemacht wird, auch wenn Hansger durch Bestechung und Bedrohung dies zu verhindern sucht. Gerüchtehalber strebt er, unterstützt von Kräften aus Wenndeburg, nach dem Titel „Baron des Grautals“.

Nur mal so…

BDD

ER

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s