Grautal Spielbericht #5: Die dunkle Mutter

Wow.

Erstmal eine Warnung: Dieser Bericht ist ein SPOILER! für einen kleinen Teil des Abenteuers Seelen für die Schmugglerinsel, Teil 1 des Schlangenschädelabenteuerpfads. Wer also vorhat, diesen als Spieler zu erleben, sollte davon absehen, diesen Beitrag zu lesen. Oder zu genau zu lesen. Oder ihn schnell wieder vergessen. Je nach ethischen und/oder moralischen Grundsätzen.

Nachdem das gesagt wurde, hier eine Aufstellung der beteiligten Charaktere:

Triepay, Gnomischer Druide CN (Olli) und sein Schneeleopard Hershey (Hups äh.. ich meine:  Olli und seine Sauklaue! Ts!)

Brackina Tiefenstein, zwergische Klerikerin des Irori RN (Alex)

Maya, menschliche Kampfnonne RN (Hanns)

Ado Silberwolf, menschlicher Magier (Thaumaturg) NG (Basti)

Poshment, Gnomischer Hexenmeister CN (Thies)

„Pollux“, elfischer Schurke CG (Henning)

Wir hatten die handelnden Personen verlassen, als sie sich anschickten, die geheimnisvollen Keller unter der Mühle Watfurts genauer zu erforschen. Diesen Dungeon habe ich aus Seelen für die Schmugglerinsel, wie oben schon erwähnt, und zwar die Höhlen der Mutter, ein recht linear aufgebauter kleiner Ort voller Wasser (das allerdings Süßwasser und nicht Salz, sowie von oben aus dem Fluß und nach unten in unbekannte Tiefen floß und nicht Ebbe und Flut sondern höchstens saisonale Schwankungen hat). Nachdem Triepay auf die glorreiche Idee kam (mit ein bißchen Hilfe von mir), Brakina mittels eines Heilt leichte Wunden endlich aufzuwecken, und Pollux sich nach seinen Eskapaden auch wieder fähig fand, die Gruppe zu begleiten, beschloßen die Pollux und Brakina erst nochmal bei Guido reinzuschauen und vielleicht vorsichtig nach Zira zu fragen, eine Aussicht die Pollux nicht behagte, aber die er für Notwendig hielt. Der Laden war geschlossen. Der Zaun hinten war ca 2,50m hoch, und Pollux hörte ein leises Pfeifen. Er sprang lautlos und überraschend geschickt am Zaun hoch und spähte vorsichtig hinüber. Einer der Brüder stand hinter dem Laden und reinigte sich die Fingernägel mit einem gewellten Dolch. Die beiden beschlossen es gut sein zu lassen und ihr Glück lieber mit dem geheimnisvollen Gang zu versuchen. Oh, wären sie doch lieber die Konfrontation mit Guidos Schergen eingegangen… aber ich greife vor.

Nachdem alle, inklusive Hershey, glücklich irgendwie das Seil herunter gekommen waren, schlichen sie im Gänsemarsch den schmalen Gang herunter. Ein kurzer Kampf mit den zwei Festrogs im nächsten Raum entbrennt (die bei mir aus Hunden enstanden – ist das jetzt gruseliger oder weniger gruselig?). Jedenfalls machen die Charaktere kurzen Prozess. Ich bin positiv überrascht, habe diese Wesen für gefährlicher gehalten. Habe allerdings ihren automatischen Niederwerfenangriff vergessen. D’oh! Naja. Wäre Poshment beim letzten mal nur etwas weiter gegangen, hätten sie ihn gefrühstückt. Es ist übrigens bei 6 Spielern inklusive Bier und andere Ablenkungen ganz schön schwer Disziplin und Atmosphäre zu schaffen. Ich beschrieb wie das untote Fleisch nach dem endgültigen Tod der Viecher sich schwarz verfärbte und von den Hundeknochen  floß… das half.

Dann findet Pollux beim untersuchen einiger schmutziger Nischen im Raum ein Handout. Ich habe mein eigenes erstellt, an meine Kampagne und die andere Rolle des Dungeon angepaßt:

Das half auch mit der Atmosphäre.

Weiter ging es im Gänsemarsch durch den nächsten Gang. Der Dungeon ist echt groß darin, Beklemmung durch eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen – aber er nutzt das nicht einmal aus. Ich bin mir nicht sicher ob das gut oder schlecht ist. Der nächste Raum: Ein schmaler Sims in der Spirale nach unten mit 4 Ausgängen, Pollux mit Bogen vorneweg schaut in den ersten Gang (Wahrnehmung 1 verdeckt gewürfelt – sieht eingestürzt aus sagt der Spielleiter und keiner der anderen Charaktere wirft einen eigenen Blick hinein…🙂 ) in den nächsten schmalen Gang geht Pollux alleine und erkennt Kratzer auf der nächsten Wand sowie einen weiterführenden Gang. Er zuckt mit den Schultern, reiht sich wieder auf dem Sims ein und schleicht weiter. Pollux erkennt im nächsten und vorletzten Eingang einen Humanodien sitzen, der irgendwas zerschlägt. dann schlürft er. Maja, ohne Dämmersicht, sieht nichts und hört nichts. Der Untote (noch sind sich die Spieler nicht allzusicher, ob überhaupt und was für einer), bemerkt das Licht ihrer Fackel und faucht die SC an, bevor er kreischend davonläuft. Ich bemühe meine schauspielerischen Talente und fauche tatsächlich die Spieler an. „Oh! Wie Gollum?“ „Ja, wie Gollum, nur doppelt so groß!“.

Die Charaktere lassen sich Zeit und folgen ihm schließlich durch den Gang in der er geflohen ist. Massig Zeit für die Lacedonen sich vorzubereiten…  zumal Tripay eine Schleuderkugel mit Licht darauf in den Gang schießt. Der Gang gabelt sich, die Kugel fällt nach links ins Wasser. Die Charaktere betrachten das aus der Decke fliessende Wasser das irgendwohin in die Tiefe abfließt. Sie überlegen, durchs Wasser zu waten und den nicht einsehbaren Teil des Raumes zu untersuchen, aber trauen dem Wasser nicht… also folgen sie dem Lacedon zur endgültigen Konfrontation… Im Raum haben sich die vier Lacedone verborgen (und Nylithati vorgewarnt…) und als die SC in den Raum treten erheben sie sich nähern sie sich hungrig, aber relativ langsam. Erst als die SC das Feuer eröffnen, trifft die Scheiße auf den Ventilator. Nylithati (für die ich einen eigenen Namen finden muß… Nylithati? Wirklich? Ts.) bietet ihnen an, durch die dunkle Mutter wiedergeboren zu werden. Die SC lehen ab und greifen an. Die 4 wässrigen Ghule werden plötzlich schnell – hier der Kampf in Stichworten: Maja wird gelähmt. Sowohl Poshment als auch Ado werfen mit magischen Geschossen um sich (haben sie aber nicht viele…). Poshment schießt schließlich einem Ghul einen Bolzen in den Kopf (Kritischer Treffer mit leichter Armbrust -Maximalschaden 12!). Hershey weigert sich die untoten Wesen anzugreifen, und haut Tripay schließlich sogar eine Warnung in die Haut (Natürliche 1 auf mit Tieren umgehen nach einer vorherigen gewürfelten 2 auf mit Tieren umgehen…).Pollux wird in einer Runde von drei Angriffen erfolgreich getroffen und hat Glück nicht sofort zerrissen zu werden – das einzige Mal wo ich nicht echt gut für die Ghule traf. Er geht trotzdem mit -2 TP zu Boden. Das Energiefokussieren von Brakina heilt 2 TP… und alle Ghule schaffen ihren Willenswurf. Dann trifft der Gegenschlag von Ni..NYlithati (Eben!). Ihre 2W6 Dunkle Energie erzeugen 11 Schadenspunkte, 5 bei gelungenem Retungswurf. Pollux ist sofort tot.  Brakina bricht mit negativen TP zusammen. Poshment hat -5 TP. Bei -6 ist er bei meiner Hausregel tot. Maja ist immer noch gelähmt. Ado zögert, schnappt sich dann Brakina. Den ersten Ghul, der sie ihm entreißen will, wehrt der Magier noch ab, dann kommt ein Zweiter dazu. Brakina wird zerrissen. Ado schnappt sich Maja, Tripay Poshment und sie fliehen, unter dem Gelächter von … nennen wir sie einfach Nina…, die sich bei ihnen für die neuen Diener der dunkeln Mutter bedankt…

Es dauert etwas, weil ich jetzt erstmal die Stabilisierungsregeln für Pathfinder finden will, weil ich wußte, da hat sich was verändert (Zähigkeit gegen SG 10). Basti sagt „Ach, das geht ja noch. Solange du keine 1 würfelst…“ Thies würfelt. Eine 1.

Der Rest ist Klettern an einem frei hängenden Seil. Maja, deren Lähmung beendet ist, schafft es beim dritten Versuch (ohne Schaden zu nehmen, dank echt guter Akrobatikwürfe) und hilft den anderen hoch…

WOW. Das war intensiv und tödlich. SOO knapp an einem TPK vorbei, aber es gibt einen In-Game Grund für NINA die SC laufen zu lassen…

Und das hat uns auf jeden Fall mehr Spaß gemacht als der Endkampf der letzten Kampagne. Wenn die Charaktere sich nicht Poshments Geldbörse hätten teilen können (worauf Ado aus Charaktergründen verzichtet hat (Hä?)), hätten sie nicht eine KM gemacht…

Einzig ärgerlich ist die Tatsache, das die Spieler nicht in den Genuß gewisser umdekorierter Räume gekommen sind. Da hatte ich so schöne Sachen vor – später vielleicht.

Meine Ruhmeshalle hat die ersten drei Einträge.

BDD

ER

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