Über das was ich nicht schreiben kann, weil meine Spieler diesen Blog lesen, aber es geht ja doch

Da habe ich doch diesen Ort an dem ich meine Gedanken ungefiltert (und gerne auch ungeordnet, wie der geneigte Leser weiß…) hinwerfen kann um sie irgendwie zu verarbeiten, und dann kommen so interessante Sachen raus, wenn ich Vornheim auf meine eigentlich eher konventionelle Kampagne anwende und ich muß das erstmal lassen. Ach was:

Spielerspoiler! Auch ein wenig für Larm! Wenn einer von euch Wanzen das Folgende liest versaut er sich einiges! Selber Schuld!😉

So. Nachdem wir hier in vertrauter Zweisamkeit allein sitzen, ein Rat an alle Spielleiter: Wenn ihr schon Vornheim nicht kauft, lest Zak S. Blog. In Gänze. Von den tiefsten Anfängen bis jetzt gibt es nur wenige Beiträge, die mich und mein Spiel nicht positiv beeinflußt haben. Oder zumindest hübsche Bilder hatten… blöder Atlantik, der zwischen mir und Mandy liegt. Hast du ein Glück, Zak!* (Oh, und da ich mir gar nicht sicher war ob ich die ersten Blogbeiträge gelesen habe, habe ich einfach nochmal angefangen den Blog von Rückwärts aufzurollen. Und am Ende einer Rezension bzw. eines Spielberichtes von Death Frost Doom schreibt er im Oktober 2009  das:

(Also here is a link to the guy who created „Death Frost Doom“’s site http://lotfp.blogspot.com/)

Was ziemlich witzig ist, weil gerade mal 1 1/2 Jahre später ist der „guy“ sein Verleger…).

ANYWAY: Die wirklich coole Idee aus Vornheim ist die NPC Connection Matrix. Einfach eine Matrix, in deren 4 Ecken man NPC schreibt, und dazwischen sind dann 6er Tabellen mit deren Beziehungen untereinander einmal links und rechts und diagonal. Mit echt unglaublich interessanten Ergebnissen. Nachdem sichdas Spiel irgendwie organisch zu einem sehr Intrigelastigen hin entwickelt hatte, dachte ich mir: Was soll’s, das probiere ich aus. Ich benutzte hierbei vor allem NSCs, die  direkt mit den Spielern zu tun hatten… unter anderem auch welche, die ich meist nur mit minimaler Namensänderung, wenn überhaupt, aus Larm übernommen hatte. Eh Voila:

Guido hat einmal den Wirt des Lochs (der immer noch Namenlos ist) gerettet, dieser besticht Bürgermeister Hansger, welcher mit Martin schläft, der insgeheim Guidos Sohn ist (!). ÄH… WoW!  \m/ Heavy Metal!

Dazu kommt dann noch, das Martin dem Wirt Angst macht und Guido den Bürgermeister respektiert.

Soooo. Erstmal Martin und Guido: In Larm, wo Martin Manticore osä heißt, läßt Guido ab und zu Fässer stehlen und ins einem Hinterhof verbrennen um ihn aus dem Geschäft zu drängen. In Watfurt auch. Die Motivation ist nur eine andere: Der RN Martin hat sich von seinem Vater losgesagt und dieser ist überzeugt, wenn sein Laden vor die Hunde geht, wird er sich eines Besseren besinnen und zurück in den Schoß der Familie kommen… Aus Gründen der Dramatik etc. weiß Guido allerdings nicht, das Martin seine Frau mit dem Bürgermeister betrügt. Hier habe ich ja sowieso schon einiges mehr als Normallarm an Intrigemöglichkeit geschaffen, weil nicht nur die Frau des Hauptmann McMillan scharf auf den Bürgermeister ist, sondern auch seine Sekretärin. Die Armen… und Haha! Wie GEIL!

Hm, Martin macht dem Wirt Angst, der den Bürgermeister besticht… das ist schon etwas schwieriger. So, sagen wir es gab eine Konfrontation zwischen Martin und dem Wirt des Loches (dem ich am Ende dieses Beitrages einen Namen geben werde… aber erst dann), bei der dieser in irgendetwas verwickelt war, das Martin so erzürnt hat, das sein Vater eingeschritten ist, um das Leben des Wirts zu retten, indem er dessen Rolle in der ganzen Affaire runtergespielt hat. Sagen wir jetzt, das der Bürgermeister Kenntnis hat, das der Wirt nicht nur ein Rädchen im Getriebe, sondern sogar der Motor hinter der Geschichte war. Da Hansger das Geld braucht und auch sonst Geheimnisse vor dem Geliebten hat, haben wir eine schöne, wackelige Geschichte, die jederzeit umkippen kann… Hmmmm, Spielleiters Gold! WAS genau die Geschichte ist, um die es hier geht? Keine Ahnung. 🙂 Das entwickeln wir aus dem Spiel. Oder ich würfele einfach auf einer der unzähligen, schrägen Tabellen in Vornheim. Perfekt!

Das nächste Quartett habe ich um eine Zufallsbegegnung aufgestockt. Da ich immer noch keine Zufallsbegegnungstabelle für Watfurt habe, habe ich eine Zufallstabelle aus dem City System genommen, Ergebnis: Friendly Monster(!). Und weil ich schon Tengus mit dem Raben, dem Gasthaus auf halbem Weg nach Bruch, verbunden habe sowie mit den Ruinen des Megadungeons – ein Tengu Namens Tich’ii. Die anderen Beteiligten sind Nina (die Ghulklerikerin mit dem anderen, unaussprechlichen Namen), der Abt und der Hauptmann.

Also: Der Abt HAT NINA ERSCHAFFEN???? WIE GEIL IST DAS DENN????, die ihrerseits einmal den Hauptmann verbrannt hat (hier bin ich mir nicht ganz sicher ob es wortwörtlich verbrannt heißt oder ob das „burned“ im Zwischenmenschlichen (im weitesten Sinne) noch eine andere Bedeutung hat -ausnahmsweise war Leo.org hier keine Hilfe), der Hauptmann teilt unwillig (!) seine Macht mit dem Tengu, der den Abt hasst… wobei der Abt scharf auf den Hauptmann ist und der Tengu Nina Angst einflößt…

Das lass ich jetzt erstmal sacken… Lediglich zum Tengu fällt mir ein, das der in irgendeiner Verbindung zum Bürgermeister stehen muß… und vielleicht auch inoffiziell-offizieller Abgesandter der Tengus aus dem Raben, eine Tatsache die den allermeisten Bürgern unbekannt ist. Und die den Bürgermeister aus irgendwelchen Gründen in der Hand haben und da dieser dem Hauptmann gegenüber weisungsbefugt ist…

Achso, Abt und Nina könnten zwei Seiten einer dualistischen Fruchtbarkeits-Todesgöttin sein, dh. die dunkle Mutter und die Göttin der Fruchtbarkeit sind Tod und Leben und untrennbar miteinander verbunden… vielleicht muß es als Ausgleich zum Tempel in der Stadt den Tempel unter der Stadt geben… inklusive rituellen Menschenopfern, die einmal im Jahr stattfinden… hehe. Und deswegen war der Abt auch so… irritiert, das die SC den Frieden gestört haben, ja sogar den Bürgermeister eingeweiht haben…

Interessant.

Und genau sowas findet man in Vornheim fast auf jeder Seite, manches ist sicherlich zu schräg für meine Kampagne, aber alles bringt einem zum selber denken, und das ist besser als immer nur vorgekochtes…

Und der Wirt des Loches heißt: Phokas. Sagt mein Excelnamensgenerator.

BDD

ER

* OH, das wäre ein sehr interessantes Setting für ein Spionage- oder Kriegs-RPG, je nachdem: Plötzlich verschwinden die Ozeane. Und zwar nicht nur das Wasser, sondern auch insgesamt und Nordamerika hat eine Landgrenze zu Europa sowie zu Ostasien, teilweise sogar direkt zu China… Hehe. Weiß zwar nicht wie man das für eine eher harte Scifi-Kampagne erklären sollte, aber die politischen Konsequenzen wären… GORGEOUS!

3 Gedanken zu “Über das was ich nicht schreiben kann, weil meine Spieler diesen Blog lesen, aber es geht ja doch

    • Oh, ja! Das einzige was mich echt irritiert, ist das mir nun ausgerechnet diese Tage die bildhafte Dungeonaufbereitung überhaupt nicht zusagt. Das ist mir bei Zak noch nie passiert… Naja, wohl der Unterschied zwischen Maler und Buchfetischist… ;P

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