Grautalspielbericht #75 + #76: Wenn man eine dicke Lippe riskiert, muß man mit den Konsequenzen leben… es sei denn, man ist ein machtvoller Magier

Hellsaal Dunkloch, elfischer Wandler der 3., CG (Olli)

Zira, halblingische Schurkin der 5., CN (Torsten)

Dannakil, halborkische Barbarin der 4., CG (Hanns)

Ingrid, Halb-elfische Klerikerin/Kämpferin der 1./2. CG (Alex)

Die Gruppe befand sich auf einer kleinen Anhöhe, und entschloß sich vor dem heranrauschenden Riesendrachen in die Deckung einiger Felsen zu galoppieren…. außer Dannakil, die war zu Fuß schneller. Sowieso gab es den einen oder anderen Sturz. Ingrid hatte sogar das Glück das ihr Pferd davonlief… Plötzlich war eine Herde Llamas zu sehen, die über den Grat, der zwischen den SC und dem Drachen lag – die aufmerksameren Charactere entdeckten daß einige der Tiere brannten… Eines wurde plötzlich von unsichtbarer Hand emporgehopen und verschwand… währenddessen ging das trockene Graß in einem ungefähren Radius von 15m in Flammen auf…

Während die SC verzweifelt versuchten, sich in Spalten und hinter Steinen zu verstecken, spürten Inge und Hellsaal, die nebeneinander an einem Felsen standen plötzlich extreme Hitze und glühende Steinsplitter prasselten auf sie hinab – auf ihrem Felsen saß etwas sehr großes, unsichtbares! Und sprach sie an. Der Drache verlangte das alle SC herauskommen sollte, Hellsaal und Inge unterhielten sich unterwürfig mit ihm… was ihm gut gefiel. Die anderen, alle unter dem Einfluß von Drachenfurcht, kamen hervor.  Dann verlangte der Drache, das sie alle ihr Gold und ihre magischen Gegenstände auf den neuen, gold-durchwirkten Umhang von Hellsaal unterbringen sollten… Zira weigerte sich, und versuchte davonzuschleichen. Der Drache fing sie ein und begann ihre magischen Gegenstände mit Telekinese wegzupflücken. Zira wollte mit ihm Handeln, was ihn zuerst noch amüsierte, dann aber wurde es ihm zu viel und er schlug sie ein wenig hin und her. Zira starb und wurde von dem Amulett, das sie dem Orkpriester abgenommen hatte, in irgendeinen Tempel von Orkus zurückgerufen… zur Überraschung des Drachen (Torstens Spekulation, das das Amulett zu funktionieren begann, sobald er unter 0 TP hatte, stellte sich als falsch heraus… aber der Leichnams Zira wurde weggezaubert. Einige Orkuspriester wundern sich jetzt bestimmt…). Dann wandte der Drache sich an die vollständig kooperativen SC. Er zauberte auf jeden Verwandlung. Hellsaal, Inge und Granthor wurden zu Llamas (…), aber Dannakil (lustigerweise) und der nur als NSC anwesende Upkanä schafften ihre RW. Der Drache flog einfach weg, mit dem ganzen Geld und der ganzen Magie der SC. Upkanä schaffte es dann, die drei Llamas einzufangen (alle drei schafften auch ihren Willenswurf nicht, um ihren Geist zu behalten), – und Inges Pferd, auf dem sich immer noch 600 GM befanden…

Die beiden SC (wobei nur Hanns anwesend war) zogen dann mit Llamas und Pferden zurück Richtung Rennlangen… wobei sie noch einen Höhlenfischer erschlugen und einer Spinne von Leng davonritten. Am Ende überzeugten sie einen Handelskahn, sie aufzunehmen und mit nach Rennlangen zu nehmen, das Flußabwärts am anderen Ufer lag. Nachdem Upkanä ihre Geschichte erzählt hatte, war der Kapitätn und seine Crew so begeistert, das sie auf die vorher vom Ufer rausgehandelte, teure Fährgebühr verzichteten (Natürliche 20 für den NSCisierten Zwergendruiden…). Die SC holten den Kämmerer, Augustinus, aus dem Schlaf und dieser sorgte dafür, das sie in einem kargen Gästezimmer bzw. im Stall des Barons nächtigen konnten.

Am nächsten Morgen wurden Granthor und Inge aus ihrem Llamastatus herausgezaubert, aber bei Hellsaal versagten seine Kräfte. Dieser blieb noch einen Tag länger ein Llama.* Währenddessen erzählten sie ihre Geschichte erneut in einer Audienz dem Baron und dem Anwesenden Hofstaat… und wurden mit 500 Gm jeweils und dem Status Ehrenbürger Rennlangens versehen – was bedeutete, das sie neue Aufnäher bekamen und umsonst in jedem Gasthaus der Stadt wohnen durften… was ganz praktisch ist, wenn man eh schon im Teuersten am Ort logiert…

Hellsaal Dunkloch, elfischer Wandler der 3., CG (Olli)

Ödekan, menschlicher Barbar der 1., CN (Torsten)

Dannakil, halborkische Barbarin der 4., CG (Hanns)

Ingrid, Halb-elfische Klerikerin/Kämpferin der 1./2. CG (Alex)

Grantor mit seinem Vertrauten Totenkopfäffchen King Kong, zwergischer Hexenmeister der 4., CN (Thies)

OK, Spoileralert (zugegeben etwas esoterisch): Dieser Spieleabend basiert auf dem Abenteuer „Nightshade“ aus dem Dungeon #7, etwas verdreht natürlich.

Die Charaktere genossen ihren neuen Status, Ehrenbürger von Rennlangen, und wurden vom zwergischen Inhaber des Gasthauses mit Leckereien und einigen Gerüchten verwöhnt: Nordöstlich der Stadt sollen sich Untote herumtreiben und im Hafen soll es einen Söldner namens Pankratius geben, der Teufelsanbeter ist… und der Gastwirt sagte sinngemäß, das der Baron sicherlich großzügig sei, wenn es Beweise gäbe… Man entschloß sich, sich auf den Weg zu machen und dem Teufelsbeschwörer mal nachzugehen. Im Stall trafen die Sc auf einen südländischen Barbaren, der eins ihrer Pferde kaufen wollte… da er aber kein Interesse an einem Pony mit lilagefärbter Mähne und Schweif hatte (Ziras…), kam man ins Gespräch und man bot ihm an, sie einfach zu begleiten, da man eine Lohnanstellung verneinte. Ödekan war dabei… tja.

Auf dem Weg zum Hafen wurden die SC von einem Adeligen mit zwei grobschlächtigen Leibwächtern angesprochen, der sich als Romanos Melados vorstellte. Er hätte eine wichtigen Termin, aber da er gleichzeitig eine Medizin „für eine junge Dame“ bei einem Tränkebrauer abholen sollte, bat er die SC darum, völlig bewußt das die angebotene Belohnung von nur 50 GM (20 GM Vorschuß) nur als symbolischer Akt zu verstehen sei… nach einigen Widersprüchen und schmeichlerischen Komplimenten waren die SC überzeugt. Sie gingen los, um den Tränkebrauer namens „Nachtschatten“ im Fleischerviertel (!) zu finden. Schnell aber bemerkten sie, das sie verfolgt wurden. Einen kurzen Hinterhalt später hatten sie einen Gnom namens Tris eingeschläfert und gefangen. Er spuckte nach etwas Ermutigung bereitwillig aus, das er von einem schrägen, äußerst gefährlichen Typ namens Sequius angeheuert wurde, sie zu verfolgen und Bescheid zu sagen, wenn sie bei Nachtschatten angekommen wären, und zwar in einer nahegelegenen Taverne… (Hoffentlich hat sich einer der Spieler den Namen gemerkt…)

Da Torsten einen Babysitteranruf bekam und loßmußte, einigte sich die Gruppe darauf das der „Neue“ den Gnom zum Stadttor begleiten sollte, während man selber erstmal den Magier aufsuchen wollte, mit erhöhter Aufmerksamkeit für ihre Umgebung. Im Fleischerviertel wurden sie freundlich empfangen, von fröhlichen Metzgern bei der Arbeit, bis sie den Namen Nachtschattens erwähnten, dann wollte keiner mehr mit ihnen sprechen… Allerdings bemerkten die SC eine dürre Gestalt in einer verhüllenden Robe mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, und als sie dieser schließlich in eine Gasse folgten, öffnete sich in der Wand ein vorher unsichtbares Fenster, und ein fröhlicher, glatzköpfiger Mann mit Bart in einer purpurnen Robe begrüßte sie. „Ah, da seid ihr ja! Romanos hat mich informiert, kommt doch die Treppe runter in mein Büro!“. Die Sc folgten der vermummten Gestalt durch eine erscheinende Tür eine kurze Treppe hinunter. Die vermummte Gestalt führte sie in einen Saal mit einer Treppe weiter nach unten neben einer geländerlosen Öffnung und vielen Türen. Die Gestalt stellte sich in einen Durchgang, hinter der ein Raum zu sehen war, in der eine weitere vermummte Gestalt auf einem Thron saß. Keine Spur von dem Magier Nachtschatten…

Man sah sich ein wenig um, und versuchte die vermummte Gestalt zu befragen. Dannakil öffnete eine Tür in einen Raum, in dem eine goldener Dämon auf einem Podest saß, und dessen Wände von goldenen Vorhängen verhängt waren… Hellsaal versuchte eine Antwort von einer der vermummten gestalten zu erhalten, wobei ihm auffiel, das die im Durchgang stehende leicht verwest roch… Schließlich, als die SC schon fast wieder gehen wollten, entdeckte Granthor im Untergeschoß eine mächtige magische Tür, aber auch eine Doppelflügeltür und eine Stimme, die zornig rief „Kommt herein, hier, wenn ihr euch traut!“

Man betrat das Zimmer des Magiers -der völlig zufällig abwechselnd aggressiv, indifferent und freundlich war. Offensichtlich litt er unter leichter Verwirrung. Die SC unterhielten sich lange mit ihm, bis sie schließlich schlau genug waren, eine seiner freundlichen Phasen auszunutzen, um den Trank tatsächlich zu erhalten (Den Trank den er abwechselnd als ihm unbekannt, noch nicht bezahlt und noch nicht fertig bezeichent hatte…). Granthor hatte zwischendurch noch eine Quittung unterschrieben – dort, wo der Magier seinen eigenen Namen hätte hinsetzen müssen, weil dieser darauf bestand… er zeriss sie schnell wieder.

Dann gingen die SC ohne lange zu Verweilen…

Auf dem Rückweg in der Nähe des Gerberviertels stellte sich ihnen eine Gestalt in den Weg, während hinter ihnen Sequius auftauchte. Dieser machte den SC ein Angebot von 150 GM für den Trank – sie würden doch nicht wirklich wollen, das ein „übler Zeitgenosse“ wie Romanos Melados diesen Trank bekäme- schließlich hätten sie eine Verantwortung als Ehrenbürger… Er ließ sich darauf ein, 100 GM dafür zu zahlen, das der Trank zerstört würde.

Nach einer Diskussion baten die SC sich etwas Bedenktzeit aus, und Sequius gab ihnen eine Stunde, nach der sie sich am Fischteich treffen würden… Granthor verlangte 250 GM und weiter informationen über einen Teufelsanbeter namens „Pankrates“ im Hafen. Die SC diskutierten untereinander, welches die Beste vorgehensweise war. Außerdem befragte man zufällige Passanten, und deren Aussagen schienen zu bestätigen, das der junge Melados ein „Tunichtgut“ sei, aber sein Vater ein berühmter Kriegsheld… Man einigte sich schließlich darauf, das Granthor nur die Hälfte des Trankes abfüllen würde, was ihn wohl magisch inert werden lassen würde, und der Rest des Trankes vor den Augen Sequius zerstört würde- selbst Hellsaaal, der den Trank einfach abliefern wollte, war damit schließlich einverstanden. So bekamen die SC von Sequius, der sich mit Rückendeckung am vereinbarten Platz einfand, schließlich 200 GM für den zerstörten Rest des Trankes. Außerdem erfuhren sie, das es keinen Pankrates im Hafen geben würde, nur einen alten Fischer namens Pankratius und der sei nach allem Anschein nach, kein Teufelsanbeter. Huh, ein falsches Gerücht?

Dann gingen sie zu Romanos‘ Stadthaus und einer der Leibwächter öffnete überrascht die Tür. Dort lieferten sie den halben Trank in einer Phiole Granthors aus und bekamen ihre 30 GM… alles gelöst ohne einen Kampf… also alles gut, oder nicht?

BDD

ER

* Wobei die ganz schön Glück hatten, das ich eher in AD&D-Begriffen gedacht habe, wenn es darum ging, diesen Zustand wieder aufzuheben – wäre mir bewußt gewesen, das ein einfaches Magie Bannen reicht… hätte ich den Drachen vielleicht etwas schlimmeres tuen lassen… Naja, so ging es zumindest ganz glimpflich für sie aus, wenn man von den magischen Gegenständen mal absieht.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s