Razor Coast von Frog God Games und anderer Loot.

Tja, da hab ich es nun, das 500 Seiten Megabuch, für das ich for 4 Jahren viel zu wenig Geld bezahlt habe. Danke, Frog God Games, ich werde mir Mühe geben, mindestens den Gegenwert bei euch auszugeben. Büschen hab ich schon (siehe unten).

Die Razor Coast ist ein Abenteuerpfad, aber auch ein bißchen Setting, trotzdem es eigentlich nur einen kleinen Ausschnitt aus der Welt liefert und auch nur wenig über den Rest der Welt erzählt. Aber die Aussagen über die Welt, die sich nirgendwo explizit in irgendwelchen Verboten oder Veränderungen der Charakterklassen auswirken, sind schon interessant. Die Kampagne spielt in der Zeit großer Segelschiffe, will sagen, analog zu unserem 18. Jhdt. Das zeigt sich in den Feuerwaffen, in den Schiffen, und in der Vorausgesetzten Gesellschafft – Absolutistisch und Frühkapitalistisch. Ich finde diese herangehensweise toll – erstens wird bei einem Abenteuerpfad, indem die Abenteurer oft genug zur See unterwegs sein werden, wahrscheinlich die meisten Kämpfer auf Plattenpanzer und Turmschild verzichten (oder zumindest beim Ersatzcharakter…😉 ) und zweitens ist dies schließlich immer noch eine Fantasykampagne, und Sachen die bei einem historischen Setting anachronistisch wären, sind vielleicht nicht zwangsweise falsch hier.

Das Abenteuergebäude selbst ist ein Baukasten, indem sich jeder SL die eigene Geschichte zurechtschnitzen kann. Für mich als Sandboxer ist das ein hervorragendes Beispiel für kreative Verbindung von Spielerentscheidung und gescripteter Handlung. Früher oder später stolpern die SC immer über Hinweise auf dieses oder jenes (Ja, eigentlich passieren gleich zwei große Dinge gleichzeitig, die nur wenig miteinander zu tun haben – das auch ein großes Plus) und gewisse Ereignisse werden von den Taten oder Versäumnissen der Spieler beeinflußt. Gefällt mir sehr gut.Und kann man sicherlich auch als Vorbild für einzelne Ereignisse in einer Sandbox nehmen. Wenn z.B. die Hilferufe der Karavanenhändler wegen der Wüstenräuber ignoriert werden, werden die SC halt irgendwann mit der Plünderung der Oase Soundso und einer Armee Richtung Irgendeinstadt konfrontiert… oder so. Was natürlich in einer Sandbox durchaus zu der Entscheidung „Ich habe gehört, Weitwegistan soll schön sein um diese Jahreszeit…“ führen kann. Hier zwar auch, aber die verschiedenen Interessen, die durch diese Abenteuerschnippsel erzeugt werden, zusammen mit den interessanten NSC, gibt den SC doch wahrscheinlich mehr als einen Grund zu bleiben.

Sehr nützlich finde ich die NSC-Übersicht hinten im Buch. Sowas brauche ich auch, und habe ich mir als Schablone erschaffen. Hier als ODT: NSC-Übersicht Natürlich habe ich da noch etwas mehr rausgehohlt – Kurz steht für eine Kurzbeschreibung wie mMK4 oder wHOKl20. Und wenn man schon ein Fünfstrahliges Diplomatiesystem hat, sollte man das auch nutzen… Gruppe kann je anch Kampagne angepaßt werden… Wenn man keine 5 Gruppierungen hat, dann kann man auch eine Zeile leer lassen (Bzw. machen) und bei Bedarf von Hand eintragen.

Was mich etwas stört, ist das Durcheinander im Layout und die etwas unübersichtliche Anordnung dieser „Incidents“ genannten Abenteuerschnippsel… wobei man sich da wohl auch schnell reinließt, wenn man ein paar mal im Buch hin und hergeblättert hat. Und das die Razor Coast tatsächlich eine Küste ist…was, objektiv betrachtet, natürlich etwas unfair ist, aber… Also, wenn ich diese Kampagne mal leiten sollte würde ich aus der Razor Coast wohl die Razor Coasts machen und die Hauptlandmasse in mehrere Inseln teilen… schon um mehr das Schippern zu erzwingen. Oh, und die Tatsache, das die Razor Coast als Piratenkampagne nicht ohne einige Arbeit funktioniert, denke ich… Arrrr!

Fazit: Gutes Ding. Ob ich dafür 100$ bezahlt hätte? *Schulterzuck* Wahrscheinlich nicht, aber ich bin auch knausrig…

Anderes: Tome of Horrors 4 habe ich mir gekauft. Auch von Frog God Games. Ist OK, hat doch einiges, aber ich bin etwas übersättigt an Monstern…

Oh, und das Midgardsetting habe ich mir zugelegt, da war so eine Aktion irgendwann von den Kobolden letztens… Bestiary hatte ich zwar schon, aber der Rest ist auch interessant. Wirklich ganz knorke, und voller etwas sperrigem Flair, wobei mir Golarion, soweit ich das gelesen habe, manchmal etwas zu glattgebügelt daherkam. Interessant diese „historischen“ Gottheiten und wie ein Thor zu des anderen Perun gedacht wird… Naja, ich habe beide ja schon im Original (Harr).

Den kompletten Satz von „Wizards Mutants Lazer Pistols“ habe ich mir zugelegt. Naja, der Megadungeon „Beneath the Ruins“ von Alex Fotinakes ist eigentlich der Hauptinhalt, wobei ich mich gerade erinnert habe, das Teil 4 einen Beitrag über Chance Discoveries bei einem hex crawl hat- kann ich plündern…😉 SEHR old schooliger Zine Charm und bestimmt nicht jedem seins. Aber ganz nett. (Huh. Das klang jetzt vielleicht fieser als beabsichtigt.😉 )

So, demnächst kommt mehr Hex Crawl Erschaffung.

BDD

ER

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