Magischer Gegenstand des Actionrollenspiels +1

Julius Gaius Caesar ist tot, die Republik gerettet, also kann ich wieder posten… (*Hust*)

Tja, da habe ich doch ein bisschen von Grim Dawn gehört (und war arg in Versuchung, aber meine Hardware…), und dann stattdessen einfach mal wieder Diablo II installiert in gloriösen 800*600 Pixeln.

Jedenfalls, aus Gründen war ich sehr viel daheim und habe dann gedacht, dieses Magiesystem mit Prefixen und Suffixen finde ich recht gut, aber für Old-School-D&D… da fehlen doch die Wirkungen, und dann habe ich etwas überlegt, und es kam doch ganz gut was zusammen. Ich hab vor, ein Komplettdokument zu erstellen, aber weil ich immer noch nicht fertig bin, und denke, das erstmal rauszuhauen ist nicht verkehrt, bitteschön, zuerst die Einleitung und die Grundsätzlichen Konzepte:

Einleitung

Was sind die wichtigsten Bestandteile eines Actionrollenspieles auf dem Computer, die sich auf dem Tapletop einfach emulieren lassen? Und wo müssen die Unterschiede liegen und warum?

Nun, der Loot ist etwas was mir zuerst einfällt. Das Ausrüsten und der Vergleich von verschiedenen Gegenständen mit einer Menge unterschiedlicher Boni dank Prefixen und Suffixen. Auf den ersten Blick bietet sich SW&C nicht sonderlich an, wegen des universellen Rettungswurfes – dabei ist dies tatsächlich einer der Stärken – und mit den traditionellen 5 Rettungswürfen haben wir schon eine Menge verschiedene Boni, die in Abenteuermodulen für andere System sogar direkt angesprochen werden. Außerdem bieten Magische Gegenstände aus über vierzig Jahren Spielgeschichte genug Anregung. Und klassenspezifische Gegenstände gibt es auch. Die Suffixe und Prefixe waren etwas Arbeit, aber ja… Ich habe meine Rüstungsliste und Waffenliste erweitert, und Klassenspezifische Tabellen hinzuaddiert. All dies kann man natürlich auch in einer ganz normalen Kampagne nutzen – nur die Boniaddition (s.u.) kommt dann eher selten vor.

Teilrüstungen

Die Idee ist nicht wirklich neu, in AD&D 2es „Alles über den Kämpfer“ findet sich z.B. eine Version. Die allerdings nur glatte Boni hat. Was irgendwie nicht wirklich funktioniert, weil man dann Lederrüstung an den Armen hat, und das nützt gar nichts. Also mit Brüchen arbeiten, auch nicht schön, aber im Zeitalter des Smartphones hat ja jeder immer Taschenrechner dabei…

Dann muß man überlegen, wie man die Rüstung aufteilt. Als alter Gladiatorenfan fiel mir sofort ein, zwischen den einzelnen Armen und Beinen zu unterscheiden, dann noch Oberkörper und Unterleib. Diablo II hat Rüstung, Handschuhe, Stiefel und Gürtel. Grim Dawn benutzt Schultern und Hose… und Gürtel auch, aber hab ich jetzt mal weggelassen. Wenn man mit vollen Zehnteln arbeitet, dann hat man schnell ein paar Tabellen, je nach eigenem Geschmack, erarbeitet. Ich habe jetzt mal erstmal eine Tabelle bis zu 0,6 und Rüstungsbonus -2[21] (Plattenpanzer +5 in Swords & Wizardry Complete) erstellt und dann 3 Beispielverteilungen, mit einem W10 für die zufällige Bestimmung (ohne Helme). Die addierten Rüstungen werden immer auf die volle Zahl abgerundet:

8[11]

7[12]

6[13]

5[14]

4[15]

3[16]

2[17]

1[18]

0[19]

-1[20]

-2[21]

0,1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

0,2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

0,3

0,3

0,6

0,9

1,2

1,5

1,8

2,1

2,4

2,7

3

3,3

0,4

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

2,8

3,2

3,6

4

4,4

0,5

0,5

1

1,5

2

2,5

3

3,5

4

4,5

5

5,5

0,6

0,6

1,2

1,8

2,4

3

3,6

4,2

4,8

5,4

6

6,6

Helm, Klein

0,1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

Helm, Mittel

0,2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

Helm, Groß

0,4

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

Die Helme sind sozusagen Bonuspunkte, um die RK etwas zu verbessern. Helme können so auch Plusse haben. Ein Großer Helm +5 Macht also RK 7[12] ganz alleine.

 

W10

8[11]

7[12]

6[13]

5[14]

4[15]

3[16]

2[17]

1[18]

0[19]

-1[20]

-2[21]

je Arm*

1-2

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

je Bein*

3-4

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

Oberkörper

5-8

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

2,8

3,2

3,6

4

4,4

Unterleib

9-0

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

Helm, Klein

0,1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

Helm, Mittel

0,2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

Helm, Groß

0,4

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

*Ungerade ist Links und Gerade ist Rechts. Links kommt zuerst.

 

W10

8[11]

7[12]

6[13]

5[14]

4[15]

3[16]

2[17]

1[18]

0[19]

-1[20]

-2[21]

Stiefel

1-2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

Handschuhe

3

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

Körper

4-8

0,5

1

1,5

2

2,5

3

3,5

4

4,5

5

5,5

Gürtel

9-0

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

Helm, Klein

0,1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

Helm, Mittel

0,2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

Helm, Groß

0,4

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

W10

8[11]

7[12]

6[13]

5[14]

4[15]

3[16]

2[17]

1[18]

0[19]

-1[20]

-2[21]

Stiefel

1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

Schultern

2-3

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

Hose

4-5

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

1,4

1,6

1,8

2

2,2

Körper

6-9

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

2,8

3,2

3,6

4

4,4

Handschuhe

0

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1

1,1

Helm, Klein

0,1

0,1

0,2

0,3

0,4

0,5

0,6

Helm, Mittel

0,2

0,2

0,4

0,6

0,8

1

1,2

Helm, Groß

0,4

0,4

0,8

1,2

1,6

2

2,4

Boniaddition

ist das Zusammenzählen von gleichlautenden Boni auf verschiedenen Gegenständen. Da es Boni von +1 bis +3 gibt, wäre das einfach Addieren viel zu mächtig. Deswegen habe ich eine langsamere Steigerung gewählt, so daß, um den Maximalbonus von +5 zu erreichen, man ein „Set“ mit mehren gleichen Boni tragen muß… Ich habe diese Tabelle hier überlegt:

Höchster Bonus

Zusätzliche Boni

Gesamtbonus

+1

+1

+1

+1

+1

+1

+1+1

+2

+2

+2

+2

+1

+2

+2

+1+1

+3

+2

+2

+3

+3

+3

+3

+1

+3

+3

+1+1

+3

+3

+2

+3

+3

+3

+4

+3

+2+1

+4

+3

+1+1+1

+4

+3

+3+1

+4

+3

+1+1+1+1

+4

+3

+2+2

+4

+3

+3+2

+5

+3

+3+1+1

+5

+3

+3+3

+5

Für +4 und +5 muß man schon ganz schön was addieren. Aber wenn man weiß, das es gegen einen Drachen geht ist das vielleicht nicht verkehrt, entsprechend auszumaxen – seien es RW oder Angriffsboni – und das schöne ist, für beide auf +5 sind eine Menge passende Gegenstände erforderlich, so daß man selbst mit viel Kram immer die Qual der Wahl hat. Für mich ein großer Teil von Diablo etc.. Abzüge gehen direkt vom Endergebnis ab, addieren sich aber auch so – also zwei -3 Gegenstände geben „nur“ -4 – aber wenn die anderen Affixe es wert sind…

Feuerschaden etc. addiert sich, aber nur über verschiedene Stufen, ansonsten wird der Schaden auf die niedere Stufe abgesengt. Das Maximum ist damit 1W6+1W3+1. Wenn man zum Beispiel zwei Gegenstände mit dem Suffix der Lohe getragen werden, verursachen die Angriffe 1W6+1W3 mehr Feuerschaden anstatt 1W6+1W6. Das gilt prinzipiell auch für alle Schadensarten.

50% erlittener Schaden durch ein Element addiert sich mit 50% erlittenen Schaden auf nur 25% erlittenen Schaden – das Maximum. Erlaubt ein RW halben Schaden, gilt dies immer noch. Immunitäten habe ich nicht eingebaut. Siehe aber auch Epischer Loot

Man kann auch, anstatt die RK mit den oben genannten Tabellen zu berechnen, eine normale Boniaddition machen und nur die Torsorüstung als normale Rüstung bewerten, also einen Plattenpanzertorso +3 und Armschienen aus Leder +3 entspräche dann einem Rüstungsschutz eines Plattenpanzers +4… aber die Berechnungsmethode hat den Vorteil, das man mit den Rüstungsteilen eine weitere Ebene der Entscheidung hat – die grelle Lederarmschiene des Orkas, oder der verstärkte Kettenärmel?

Und ja, jeder Gegenstand kann Abzüge haben. Aber selbst ein Gegenstand mit nur negativen Eigenschaften, wie ein Wackelnder Dolch der Freundlichkeit ist immer noch ein magischer Gegenstand und könnte auf niederen Stufen mangels Alternativen Wesen treffen, die immun gegen normale Waffen sind… ist aber schon schäbig, seien wir ehrlich. Kommt aber bei Diablo etc. auch vor, also…

Epischer Loot

Epischer Loot kann durch Nutzen eines magischen Gegenstandes als Grundlage funktionieren – ein angebranntes Tanzendes Schwert der Verwüstung zum Beispiel.

Morgen oder so dann die Haupttabelle mit Prefixen und Suffixen. 🙂

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster

 

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Würfelporno – Goblinmietlingtabellen

Wer dieses Blog etwas länger verfolgt, weiß, das ich Würfel und zufällige Generierung mag. Genau in diesem Sinne hat Goblin’s Henchman hier jetzt einen Artikel geschrieben. Kudos, und ja, das funktioniert. Lies es selber. Falls du kein Englisch kannst, dann wiederhole ich das ganz kurz hier nochmal, aber eigentlich gehe ich im 21. Jhdt. mal davon aus.

Also, zwei Würfel nach W10 Methode können so ziemlich jeden Würfel emulieren, den du dir vorstellen kannst. W4 + W6 = W24, W8 + W8 = W64 etc. Der eine ist halt der Zehner, wobei natürlich nicht mal 10 genommen wird sondern mal dem höchsten Ergebnis des zweiten Würfels, plus dann dem Ergebnis des anderen Würfels. Das Maximalergebnis dieses ersten Würfels ist gleich 0, so das du 1-x hast, und nicht übers Maximum rauskommst…

Nur, für mich, der ich das so ähnlich schon länger benutzt habe, nicht so, sondern etwas anders. Einfach weil es für mich einfacher ist, warum, weiß ich auch nicht… anstatt das Maximum zu flippen, ziehe ich eins ab… um beim Beispiel von W4 und W6 zu bleiben:

W4

W6

W24

Ergebnis

1

1

1

0*6 + 1

1

2

2

0*6 + 2

1

3

3

0*6 + 3

1

4

4

0*6 + 4

1

5

5

0*6 + 5

1

6

6

0*6 + 6

2

1

7

1*6 + 1

2

2

8

1*6 + 2

2

3

9

1*6 + 3

2

4

10

1*6 + 4

2

5

11

1*6 + 5

2

6

12

1*6 + 6

3

1

13

2*6 + 1

3

2

14

2*6 + 2

3

3

15

2*6 + 3

3

4

16

2*6 + 4

3

5

17

2*6 + 5

3

6

18

2*6 + 6

4

1

19

3*6 + 1

4

2

20

3*6 + 2

4

3

21

3*6 + 3

4

4

22

3*6 + 4

4

5

23

3*6 + 5

4

6

24

3*6 + 6

Also… aus irgendwelchen Gründen funktioniert das in meinem Kopf besser. Übrigens, für W24 benutze ich normalerweise W2 und W12… genau wie für W16 einen W2 und einen W8 (Falls ich die normalen W16 und W24 nicht zur Hand habe 🙂 ).

Und wenn wir wirklich in die Welt des Schmerzes… äh… der Wahrscheinlichkeit eintauchen wollen… wenn man einen W9 nach dieser Methode mit einem W3 kombiniert, kann man auch einen W27 erschaffen, etc.pp.

Und jetzt hier ein Dokument mit zumindest den ersten paar Tabellen, einfach weil das, glaube ich, es am einfachsten macht. Sowohl zum Nutzen, als auch zum Verstehen. Und dem W27 als Bonus… oder Malus??? ^_^°

Als PDF Als ODT

Habt Spaß!

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster

Heinrich Harder und Urheberrechtsrant

Ich habe ja schon mal auf diesem Blog ein paar Bilder von Heinrich Harder veröffentlicht – weil sie ohne jeden Zweifel gemeinfrei sind. Der Typ ist nunmal länger als 70 Jahre tot, also kann ja niemand da Rechte anmelden… zumindest habe ich das immer so gedacht. Jetzt hat der Bundesgerichtshof eine sehr interessante Entscheidung getroffen (Hier der Link auf Heise.de, man kann noch mehr darüber finden) – durch das Abbilden von gemeinfreien Werken soll ein Museum/Photograph im Auftrag des Museums ein Recht an der möglichst genauen Abbildung des Originales erwerben. Nun, der Anlass ist, das Bilder von gemeinfreien Bildern aus Museumskatalogen heraus online genutzt wurden, durch Wikimedia Commons z.B.. Und ja, natürlich ist das Aufwand, so ein Bild zu erstellen. Aber Aufwand ist für das Urheberrecht kein Argument, sondern… Kunst. Und es ist nunmal leider keine Kunst, ein Bild zu Vervielfältigen. Das ist Handwerk.

Die Urteilsverkündigung ist noch nicht öffentlich, aber das was man bisher hört, ist das echt merkwürdig argumentiert – mit Aufwand nämlich. Wenn dann noch dazu argumentiert wird, daß das Photographieren im Museum verboten sein kann, weil „das Museum mit dem Besucher einen Besichtigungsvertrag eingeht“ dann haben die Museen ihre Daseinsberechtigung als Orte der Bildung verloren. Sie sind praktisch rein kommerzielle Veranstaltungen – die der Verbreitung von Wissen. Bildung und Geschichtsvermittlung eher hemmend gegenüberstehend. WTF?

Und damit ist nicht das Blitzlichtverbot gemeint, das macht nämlich echt Sinn bei photosensitiven Ausstellungsstücken. Übrigens, wenn man seine Hackfresse mit in das Bild schiebt um fröhlich einen Stinkefinger in die Kamera zu drücken, dann ist das wieder Kunst und Kunstfreiheit ist ein hohes Gut… -_- Argh.

Würde das so bestehen bleiben; und ich kann nur hoffen, daß es da irgendeine Form von Aufschrei durch echte Bildungsbürger gibt (Diejenigen, denen freier Zugang zu Bildung wichtiger ist als Standesdünkel); dann bedeutet das, das meine Bilder hier nicht gemeinfrei sind. Weil gescannt und nachbearbeitet, und das ist ja offensichtlich eine künstlerische Tätigkeit nach der gleichen Logik… Als jemand der wirklich künstlerisch tätig ist, empfinde ich das als Beleidigung. Nicht falsch zu verstehen: Den besten Weg zu finden etwas abzubilden, genau die richtige Farbabmischung, Beleuchtung etc. ist sehr sehr schwierig, und meine Scans sind beim besten Willen nicht perfekt in dieser Hinsicht. Es bleibt trotzdem Handwerk. Denn das Motiv ist ja vorgegeben, die Intention des möglichst naturalistischen Abbildens ist vorgegeben, es gibt keinen künstlerischen Freiraum für den Photographen.

Man zeige mir einen Museumskatalog, wo die Originalbilder völlig verfremdet wurden im Katalog, das wäre dann schützenswert und kinda cool.

Außerdem, wie sollte man da jemals irgendeine Rechtssicherheit erlangen können für gemeinfreie Werke? Jeder weiß, das der Mensch mit den ausgestreckten Armen da von Leonardo gemeinfrei ist – was aber wenn jetzt jemand ein Photo online stellt und erst „after the Fact“ anfängt, Leute zu verklagen, weil es ja sein Photo ist? Wie soll man das überhaupt unterscheiden können ob eine beliebige Abbildung mit dem genau gleichen Motiv jetzt aus einer geschützten Quelle stammt oder normal Gemeinfrei ist? Ja, Scheiß die Wand an. Kannste plötzlich gemeinfreie Werke nur noch rechtssicher nutzen, wenn du genau weißt, wo die her kommen und im Zweifel verzichtest du lieber drauf! Schere im Kopf! Juchhu, Bildung! Allein dafür gehören allen beteiligten Museen jegliche Fördergelder gestrichen und ihr Inventar zwangsenteignet.

Egal, jetzt folgen GEMEINFREIE Bilder von Heinrich Harder aus dem Buch „Tierwanderungen in der Urwelt“ von Wilhelm Bölsche (Kosmos, 1914) als Joesky-Steuer.

Und sollte diese unglaubliche Frechheit von einem stümperhaften Urteil tatsächlich bestand haben, dann stelle ich die Scans hiermit unter eine Creative Commons 0 Lizenz.

CC0
To the extent possible under law, the person who associated CC0 with this work has waived all copyright and related or neighboring rights to this work.

Grummel, Grummel.

Bis denn dann,

Euer Rorschachhamster

Cyberpunk und die 80er-Ästhetik

Wenn man ein alter Sack ist, wie ich, dann fällt einem doch ab und zu etwas auf. Wie zum Beispiel, wie verdammt Retro die aktuelle Cyberpunkrenaissance ist… Also, vielleicht liegt das ja nur an meinem begrenzten Blickwinkel. Aber zu oft (?) seh ich ein Cyberpunkkunstwerk, das sehr viel mehr cyberPUNK ist. Nicht das ich mich beschwere, ich steh auf sexy Punketten mit schweren Waffen…

Aber zur Zeit, als William Gibson DEN Klassiker geschrieben hat, war Punk zumindest noch Groß, wenn auch schon etwas streng riechend. Die ganze Geschichte mit „No Future“ und so. Und das Genre bezog sich halt auf dystopische Zukunften. Das mag es immer noch, aber eine distopysche Zukunft 2018 sollte sich doch anders anfühlen (und darum geht es bei Kunst ja) als 1984? Oder sind wir wieder 1984 angelangt, was „No Future“ angeht mit May statt Thatcher und Trump statt Reagan? Hm.

Merkel statt Kohl? Nee, als Kohl so aus dem letzten Loch pfiff, war die Stimmung eine wesentlich positivere Wechselstimmung, Loveparade anstatt motherfucking, entschuldigung, mutterfickende AFD. Macht natürlich die Ästhetik eher passend.

Ich weiß jetzt aber nicht wie eine Dystopie aussehen muß, damit sie für 2018 paßt… Paranoia wahrscheinlich, höhöh. Ist aber auch aus 1984…

Keine Ahnung, ist mir halt aufgefallen.

Bis dann denn

Euer Rorschachhamster

Der Katalog der magischen Ringe des Meisters Barbenstein

Jeder, der sich mit der Herstellung von magischen Ringen beschäftigt, kennt den Namen des Gnomischen Meisters Yenohat Barbenstein. Unzählige Ringschmiede haben sich auf ihn bezogen, aber kaum einer konnte genauere Spezifikationen über die verschiedenen Ringe, die er erschuf, herausfinden, bis ein Katalog seiner Ringschöpfungen entdeckt wurde. Welche Kräfte genau diese Ringe hatten, ist aber weiterhin größtenteils unbekannt.

W20 Ring
1-2 Giftring des Antidots
3-4 Lichtband
5-6 Siegelring der Lüge
7 Ouroborosband der Zeitschleife
8 Feuerschluckerring
9 Doppelring
10 Ring der treuen Freunde
11 Augenring der unendlichen Sicht
12 Ring des Schmutzes
13 Ring der Reinheit
14 Ring der sieben Finger
15 Ring des Handschlags
16 Neugeborenenring
17 Ring der persönlichen Gravitation
18 Aufholring
19 Kettenring
20 Ring des Zigarrenschneiders (Verflucht)

Ich habe mit Absicht auf eine Beschreibung der Kräfte der Ringe verzichtet – obwohl ich ein paar Ideen habe, wie man einen Ring der entsprechenden Art umsetzen kann, finde ich es so offener für den SL, je nach System und Ideen diese Ringe an seine Kampagne anzupassen.
Die folgenden Tabellen erzeugen einige Details und Ideen für die Form und das Material eines beliebigen magischen Ringes:

W100 Material W20 Form
1
Adamant
1
Breit 
2
Alabaster
2
Dreifach geflochten 
3 Bambus 3
Durchbrochen 
4
Bergkristall 
4
Filigran geschnörkelt 
5
Bernstein
5
Geflochten 
6
Birken 
6 Geknotet
7-10
Blei
7
Geschwungen 
11
Blutstein 
8
Gewellt 
12-15
Bronze 
9
Glatt 
17
Buchenholz 
10
Grob 
18
Drachenknochen
11
Hufeisenring
19
Drachenschuppe
12
Massiv 
20
Eibenholz 
13
Rauh 
21-22
Eichenholz
14
Röhre
23
Einhornhorn
15
Schiene
24-27
Eisen 
16
Schmal 
28
Eisenholz
17
Sehr dünn 
29-30
Elektrum 
18
Spirale
31
Elfenbein 
19
Unregelmäßig
32
Glas 
20
Zweifach geflochten 
33-39 Gold W30 Besatz/Motiv/Verzierung
40-41
Holz
1 Inschrift (Innen)
42
Horn
2 Inschrift (Außen)
43
Jade 
3 Tierabbild
44
Kirschholz 
4 Großer Schmuckstein
45-46
Knochen
5 Großer Edelstein
47
Kralle
6 1W6+1 Schmucksteine
48-52 Kupfer
7
1W4+1 Edelsteine
53-54
Leder
8
Kleiner Edelstein
55
Mahagoni 
9
Kleiner Schmuckstein
56
Mammutelfenbein
10
Siegel
57
Menschenknochen
11
Gemme
58-62
Messing
12
Heiliges Symbol
63
Mithril
13
Schlüsselring
64
Orichalcum
14
Giftstachel
65
Perle 
15
Giftbehältniss
66
Perlmutt
16
Gebetsring (Rosenkranzring)
67
Platin
17
Pflanzenmotiv
68-69
Rotguss
18
Genietet
70-79 Silber
19
Großer Glasstein
80-82
Stahl 
20
1W6+1 kleine Glassteine
83
Teakholz 
21-30
Schlicht
84
Tigerauge 
W6
Farben (Edelsteine etc.)
85
Walbein 
1 Rot
86
Wurzelholz 
2 Grün
87
Zahn
3 Blau
88-90
Zink
4 Schwarz
91-95
Zinn
5 Klar/Weiß
96-00
Zweimal würfeln
6 Braun


Eine weitere Möglichkeit, diese Tabellen zu nutzen, ist es, erst die Form des Ringes zu erwürfeln und dann davon die magischen Kräfte abzuleiten. Wenn der Ring eher generisch ist, dann sollte er vielleicht einem „Standard“ring aus dem Regelwerk entsprechen. Ich versuch das mal:
W100: 93 W30: 4 W20: 3 W6: 4
Ein durchbrochener Zinnring, mit einem großen schwarzen Schmuckstein. Ok, eher nichts außergewöhnliches. Zinn ist das Metall des Jupiter, und ein schwarzer Stein deutet vielleicht auf Schatten hin? Ring der Schattenbeherrschung. Tadaaah! – Bonus!

Ok, ich hab noch ganz viel, hoffe ich krieg das auch hin, das aufzuschreiben bzw. zu posten… 😉

BDD

ER

Du nennst es alte Reiseberichte – ich Quellenbücher.

Ich lese gerne alte Reiseberichte aus dem 18.-19. Jhdt. – besonders die Informationen in „Die Reisen in den Philippinen“ von Fredor Jagor haben mich dabei besser Unterhalten als mancher Fantasyroman. Man kann fast sofort anfangen, die Ausrüstungstabellen und Schiffsladungen zu füllen.

Nur so als Beispiel, hier folgende Tabelle „Haupt-Ausfuhr-Artikel aus den Häfen Manila, Cebu und Yloilo, 1871.“ aus dem Anhang:

Atlantische Häfen der Ver. Staaten. Gross-Britanien. Californien. Kontinent von Europa. Australien. Singapore. China, Japan, Molucken und Habana. Total.
1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1870
Abacá Picos 285112 143498 22500 640 6716 2992 2294 463752 488560
Zucker 545929 555907 99844 57476 139787 491 1399434 1251416
Sapanholz 10520 5301 320 660 1631 58050 76482 176924
Zigarren Tausende 1453 10080 378 13 2930 35089 26849 76792 77526
Kaffee Picos 1451 31434 3700 10653 1415 4717 53370 34120
Tauwerk 220 484 87 114 2640 8389 11934 11307
Indigo Quintales 3390 1715 186 5291 5662
Blätter-Tabak Picos 27773 25775 53548 136680
Perlmutter 2037 503 45 2585 3022
Schildpatt Kattis 100 902 1002 1043
Häute Picos 777 1053 325 971 3126 3859
Desgl. Abfälle 5833 1908 7741 4303
Almáciga-Harz 9506 309 9815 11028
Cowries (Cypraea moneta) 1577 1577 3887
Reis Cabans 1805 6370 130 28522 36807 28560
Flüssiger Indigo Quintales 416 19328 19744 14262
Uebersicht der Ausfuhr von Abaca. 1869 293692 94568 22000 60 13458 2396 174 426348
1868 294728 130060 14200 200 21144 3646 1102 465080
1867 287570 113030 17602 1318 12100 2398 786 435804
1866 278888 96432 15120 1614 12244 1250 1156 406704
1865 289444 79316 13600 3342 9550 1100 1445 397797
Zucker 1869 343959 512578 120741 6992 115239 136 1436 1101081
1868 185613 819462 44050 10559 96980 28627 1185291
1867 98502 507432 81783 28610 121871 194758 1032956
1866 85842 470676 131749 10959 57709 88 120444 877467
1865 68640 324676 131235 15026 184686 158568 882826

Die Waren, die damals wichtig waren, sind natürlich schön als Vorlage für die Handelswaren aus exotischen Ländern. Cowries sind übrigens Kauris. Das war offenbar da noch nicht eingedeutscht. Nett. Und die Mengen-/Volumenangaben wie Picos und Quintals werden vorher in einem extra Kapitel erwähnt und erklärt. Wenn man meine „x und Gewinne“-Beiträge kennt, weiß ich das ich auf so einen Scheiß stehe. Sowieso, Preise und Schwierigkeiten beim Anbau werden erwähnt, auch nicht schlecht für Abenteueraufhänger. Piraten, die zu einer gewissen Jahreszeit eine Strecke unschiffbar machen, es sei denn, man fährt in einem bewaffneten Konvoi. Stürme. Ethnologische Details über die Lebensgewohnheiten von Ureinwohnern und denen der Kolonialmächte im Gegensatz (Inklusive damals gesellschaftlich akzeptierten Alltagsrassismus, bei dem manchmal die Ureinwohner und Chinesen besser abschneiden als die Spanier… Schau mal einer an. Man kann eine Menge über das Thema lernen, vom Vorurteil des edlen Wilden bis zu den Ressentiments eines preußischen Protestanten gegenüber den Katholen. Watt? Ich komm‘ aus Norddeutschland, de heten hier so. 😉 😛 ).

Dann gibt es noch Abbildungen wie diese hier:

 

baobab

„Stamm eines Feigenbaums bei Bacon.“ AaO, Elftes Kapitel

Ja, und natürlich Reisebeschreibungen an sich, mit Beschreibung von Wegen und Schwierigkeiten, Flora und Fauna, und da Herr Jagor auch Geologe war, immer wieder genauen Beschreibungen der Geographie. Und einer Menge Zitate von älteren Autoren, die er entweder bestätigt oder bezweifelt oder gleich falsifiziert. Merke: Was einem ein Weiser erzählt, muß nicht wahr sein. Kann aber.

Und Vulkane. Oh ja, die Vulkane. Eine Menge Vulkane mit Schlammlawinen, Erdbeben und Ascheregen usw. Erstbesteigungen fallen mir noch ein. War wohl ein wichtiges Thema, damals.

Alles total nutzbar für’s Spiel. Und für mich zumindest auch unterhaltend. Vor allem weil man Sachen aus einem sehr speziellen Blickwinkel betrachtet erfährt und filtern muß, gut für die Darstellung von NSCs im Allgemeinen und für das Leben im Besonderen. Oder umgekehrt. ^_^

Bis denn dann,

Euer Rorschachhamster

Weltenbau & Angewandte Geschichte: Kurze Steckbriefe für Länder

Hehe, nun auf der Suche nach neuen Quellen für den Facegenerator bin ich auf der Website der Uni Heidelberg auf das Buch „Historisch-Politisch-Geographische Tabellen zum Gebrauche seiner Klasse“ von Joh. Wilhelm Andreas Kosmann gestoßen…

Diese beiden Annhänge habe ich gefunden und fand die so Knorke, das ich euch die nicht vorenthalten wollte:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kosmann1785/0036/scroll?sid=8ac3d95c4a5546f27ad0881bb21a8001

und

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kosmann1785/0035/scroll?sid=8ac3d95c4a5546f27ad0881bb21a8001

Lustig. Und so nützlich beim Weltenbau, gerade auch als Handout für die Spieler mit gebildeteren SC… oder als Vorlage für den Gemeinsamen. Jeder darf abwechselnd eine Zeile füllen… 😀

Ländersteckbrief, im odt-Format von LibreOffice (Kann Word heutzutage auch, mein‘ ich) zum Selberfüllen. Bitte beim Ausfüllen die Vorurteile und Vorlieben des Erstellers nicht vergessen, wie im Original… siehe unter „Mangel an“ bei Spanien z. B. 😉

Achso, der Downloadlink findet sich wenn man auf ESC drückt und dann neben dem CC-Logo auf das Pfeilicon drückt, das wesentlich weniger Intuitiv ist als das Wort „Download“ oder so ähnlich. Gut gemacht, Webseitenersteller… das sind die besten Icons.  o_Ô

BDD

ER