Heinrich Harder und Urheberrechtsrant

Ich habe ja schon mal auf diesem Blog ein paar Bilder von Heinrich Harder veröffentlicht – weil sie ohne jeden Zweifel gemeinfrei sind. Der Typ ist nunmal länger als 70 Jahre tot, also kann ja niemand da Rechte anmelden… zumindest habe ich das immer so gedacht. Jetzt hat der Bundesgerichtshof eine sehr interessante Entscheidung getroffen (Hier der Link auf Heise.de, man kann noch mehr darüber finden) – durch das Abbilden von gemeinfreien Werken soll ein Museum/Photograph im Auftrag des Museums ein Recht an der möglichst genauen Abbildung des Originales erwerben. Nun, der Anlass ist, das Bilder von gemeinfreien Bildern aus Museumskatalogen heraus online genutzt wurden, durch Wikimedia Commons z.B.. Und ja, natürlich ist das Aufwand, so ein Bild zu erstellen. Aber Aufwand ist für das Urheberrecht kein Argument, sondern… Kunst. Und es ist nunmal leider keine Kunst, ein Bild zu Vervielfältigen. Das ist Handwerk.

Die Urteilsverkündigung ist noch nicht öffentlich, aber das was man bisher hört, ist das echt merkwürdig argumentiert – mit Aufwand nämlich. Wenn dann noch dazu argumentiert wird, daß das Photographieren im Museum verboten sein kann, weil „das Museum mit dem Besucher einen Besichtigungsvertrag eingeht“ dann haben die Museen ihre Daseinsberechtigung als Orte der Bildung verloren. Sie sind praktisch rein kommerzielle Veranstaltungen – die der Verbreitung von Wissen. Bildung und Geschichtsvermittlung eher hemmend gegenüberstehend. WTF?

Und damit ist nicht das Blitzlichtverbot gemeint, das macht nämlich echt Sinn bei photosensitiven Ausstellungsstücken. Übrigens, wenn man seine Hackfresse mit in das Bild schiebt um fröhlich einen Stinkefinger in die Kamera zu drücken, dann ist das wieder Kunst und Kunstfreiheit ist ein hohes Gut… -_- Argh.

Würde das so bestehen bleiben; und ich kann nur hoffen, daß es da irgendeine Form von Aufschrei durch echte Bildungsbürger gibt (Diejenigen, denen freier Zugang zu Bildung wichtiger ist als Standesdünkel); dann bedeutet das, das meine Bilder hier nicht gemeinfrei sind. Weil gescannt und nachbearbeitet, und das ist ja offensichtlich eine künstlerische Tätigkeit nach der gleichen Logik… Als jemand der wirklich künstlerisch tätig ist, empfinde ich das als Beleidigung. Nicht falsch zu verstehen: Den besten Weg zu finden etwas abzubilden, genau die richtige Farbabmischung, Beleuchtung etc. ist sehr sehr schwierig, und meine Scans sind beim besten Willen nicht perfekt in dieser Hinsicht. Es bleibt trotzdem Handwerk. Denn das Motiv ist ja vorgegeben, die Intention des möglichst naturalistischen Abbildens ist vorgegeben, es gibt keinen künstlerischen Freiraum für den Photographen.

Man zeige mir einen Museumskatalog, wo die Originalbilder völlig verfremdet wurden im Katalog, das wäre dann schützenswert und kinda cool.

Außerdem, wie sollte man da jemals irgendeine Rechtssicherheit erlangen können für gemeinfreie Werke? Jeder weiß, das der Mensch mit den ausgestreckten Armen da von Leonardo gemeinfrei ist – was aber wenn jetzt jemand ein Photo online stellt und erst „after the Fact“ anfängt, Leute zu verklagen, weil es ja sein Photo ist? Wie soll man das überhaupt unterscheiden können ob eine beliebige Abbildung mit dem genau gleichen Motiv jetzt aus einer geschützten Quelle stammt oder normal Gemeinfrei ist? Ja, Scheiß die Wand an. Kannste plötzlich gemeinfreie Werke nur noch rechtssicher nutzen, wenn du genau weißt, wo die her kommen und im Zweifel verzichtest du lieber drauf! Schere im Kopf! Juchhu, Bildung! Allein dafür gehören allen beteiligten Museen jegliche Fördergelder gestrichen und ihr Inventar zwangsenteignet.

Egal, jetzt folgen GEMEINFREIE Bilder von Heinrich Harder aus dem Buch „Tierwanderungen in der Urwelt“ von Wilhelm Bölsche (Kosmos, 1914) als Joesky-Steuer.

Und sollte diese unglaubliche Frechheit von einem stümperhaften Urteil tatsächlich bestand haben, dann stelle ich die Scans hiermit unter eine Creative Commons 0 Lizenz.

CC0
To the extent possible under law, the person who associated CC0 with this work has waived all copyright and related or neighboring rights to this work.

Grummel, Grummel.

Bis denn dann,

Euer Rorschachhamster

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Du nennst es alte Reiseberichte – ich Quellenbücher.

Ich lese gerne alte Reiseberichte aus dem 18.-19. Jhdt. – besonders die Informationen in „Die Reisen in den Philippinen“ von Fredor Jagor haben mich dabei besser Unterhalten als mancher Fantasyroman. Man kann fast sofort anfangen, die Ausrüstungstabellen und Schiffsladungen zu füllen.

Nur so als Beispiel, hier folgende Tabelle „Haupt-Ausfuhr-Artikel aus den Häfen Manila, Cebu und Yloilo, 1871.“ aus dem Anhang:

Atlantische Häfen der Ver. Staaten. Gross-Britanien. Californien. Kontinent von Europa. Australien. Singapore. China, Japan, Molucken und Habana. Total.
1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1870
Abacá Picos 285112 143498 22500 640 6716 2992 2294 463752 488560
Zucker 545929 555907 99844 57476 139787 491 1399434 1251416
Sapanholz 10520 5301 320 660 1631 58050 76482 176924
Zigarren Tausende 1453 10080 378 13 2930 35089 26849 76792 77526
Kaffee Picos 1451 31434 3700 10653 1415 4717 53370 34120
Tauwerk 220 484 87 114 2640 8389 11934 11307
Indigo Quintales 3390 1715 186 5291 5662
Blätter-Tabak Picos 27773 25775 53548 136680
Perlmutter 2037 503 45 2585 3022
Schildpatt Kattis 100 902 1002 1043
Häute Picos 777 1053 325 971 3126 3859
Desgl. Abfälle 5833 1908 7741 4303
Almáciga-Harz 9506 309 9815 11028
Cowries (Cypraea moneta) 1577 1577 3887
Reis Cabans 1805 6370 130 28522 36807 28560
Flüssiger Indigo Quintales 416 19328 19744 14262
Uebersicht der Ausfuhr von Abaca. 1869 293692 94568 22000 60 13458 2396 174 426348
1868 294728 130060 14200 200 21144 3646 1102 465080
1867 287570 113030 17602 1318 12100 2398 786 435804
1866 278888 96432 15120 1614 12244 1250 1156 406704
1865 289444 79316 13600 3342 9550 1100 1445 397797
Zucker 1869 343959 512578 120741 6992 115239 136 1436 1101081
1868 185613 819462 44050 10559 96980 28627 1185291
1867 98502 507432 81783 28610 121871 194758 1032956
1866 85842 470676 131749 10959 57709 88 120444 877467
1865 68640 324676 131235 15026 184686 158568 882826

Die Waren, die damals wichtig waren, sind natürlich schön als Vorlage für die Handelswaren aus exotischen Ländern. Cowries sind übrigens Kauris. Das war offenbar da noch nicht eingedeutscht. Nett. Und die Mengen-/Volumenangaben wie Picos und Quintals werden vorher in einem extra Kapitel erwähnt und erklärt. Wenn man meine „x und Gewinne“-Beiträge kennt, weiß ich das ich auf so einen Scheiß stehe. Sowieso, Preise und Schwierigkeiten beim Anbau werden erwähnt, auch nicht schlecht für Abenteueraufhänger. Piraten, die zu einer gewissen Jahreszeit eine Strecke unschiffbar machen, es sei denn, man fährt in einem bewaffneten Konvoi. Stürme. Ethnologische Details über die Lebensgewohnheiten von Ureinwohnern und denen der Kolonialmächte im Gegensatz (Inklusive damals gesellschaftlich akzeptierten Alltagsrassismus, bei dem manchmal die Ureinwohner und Chinesen besser abschneiden als die Spanier… Schau mal einer an. Man kann eine Menge über das Thema lernen, vom Vorurteil des edlen Wilden bis zu den Ressentiments eines preußischen Protestanten gegenüber den Katholen. Watt? Ich komm‘ aus Norddeutschland, de heten hier so. 😉 😛 ).

Dann gibt es noch Abbildungen wie diese hier:

 

baobab

„Stamm eines Feigenbaums bei Bacon.“ AaO, Elftes Kapitel

Ja, und natürlich Reisebeschreibungen an sich, mit Beschreibung von Wegen und Schwierigkeiten, Flora und Fauna, und da Herr Jagor auch Geologe war, immer wieder genauen Beschreibungen der Geographie. Und einer Menge Zitate von älteren Autoren, die er entweder bestätigt oder bezweifelt oder gleich falsifiziert. Merke: Was einem ein Weiser erzählt, muß nicht wahr sein. Kann aber.

Und Vulkane. Oh ja, die Vulkane. Eine Menge Vulkane mit Schlammlawinen, Erdbeben und Ascheregen usw. Erstbesteigungen fallen mir noch ein. War wohl ein wichtiges Thema, damals.

Alles total nutzbar für’s Spiel. Und für mich zumindest auch unterhaltend. Vor allem weil man Sachen aus einem sehr speziellen Blickwinkel betrachtet erfährt und filtern muß, gut für die Darstellung von NSCs im Allgemeinen und für das Leben im Besonderen. Oder umgekehrt. ^_^

Bis denn dann,

Euer Rorschachhamster

Ok, Interesse an einem wirklich schrägen magischen Gegenstand?

Via Chuck Thorin auf Google+, habe ich den Hinweis auf diese Website erhalten. Ich habe keine Ahnung, wer Ron Pippin ist, aber die Objekte/Collagen sind einfach geil.

Ich würfel mir mal eins raus und mache einen Gegenstand draus:

Pippins Variabler Käferbote

Aura: Mittelstarke Beschwörung und Veränderung CL: 9.

Preis: 16.750 GM Gewicht: 1 Pfund

Dieser Brief mit eingeklebtem großen Käfer und einer Tasche ist eine magische Transporteinrichtung. Ähnlich wie ein Tierbote-Zauber kann der Besitzer des Briefes eine kurze Nachricht oder einen kleinen Gegenstand von maximal 1/2 Pfund Gewicht in der eingeklebten Tasche verstauen, und dann einen Empfänger zu spezifizieren, indem er dessen Namen auf den Brief schreibt. Anders als Tierbote kann der Anwender aber auch einen Zauber des höchstens 3. Grades in die eingeklebte Tasche sprechen, der dann auf den Empfänger wirkt…

Der Käfer krabbelt sofort los, aber bis dieser den Empfänger gefunden hat, hat der Besitzer des Briefes immer noch die Möglichkeit, die Tasche zu leeren, was den Käfer zurückkehren läßt und die Ladung verbraucht. Im Falle eines Zaubers heißt das, das der Leerende Ziel der Magie wird.

Der Käfer bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 8km pro Stunde zurück und ist in dieser Zeit unsichtbar und unbemerkbar für Tiere, aber intelligente Wesen könnten ihn abfangen. Es besteht eine 1%ige Chance pro Stunde das dies passiert (wobei der SL natürlich höhere Wahrscheinlichkeit ansetzen kann wenn der Empfänger z.B. in einem besonderen Hochsicherheitstrakt gefangen gehalten wird osä.), der Käfer teleportiert sich in diesem Fall zurück, und die Ladung ist ebenfalls verbraucht – wobei eventuelle Zauber ausgelöst werden, mit dem Träger des Gegenstandes als Ziel bzw. Mittelpunkt des Effektes.

Der Gegenstand hat Platz für 10 Namen und damit 10 Ladungen.

Herstellung

Voraussetzungen: Wundersamen Gegenstand herstellen, Teleportieren, Seiltrick  Kosten: 8.375 GM

Jetzt ihr!

BDD

ER

Dieser magische Gegenstand ist open gaming content nach  OGL mit folgendem §15:

15. Copyright Notice

Open Game License v 1.0a (C) 2000 Wizards of the Coast, Inc.

System Reference Document (C) 2000, Wizards of the Coast, Inc.; Authors Jonathan Tweet, Monte Cook, Skip Williams, based on Material by E. Gary Gygax and Dave Arneson.

Pathfinder RPG, (C) 2009 Paizo Publishing, LLC; Author: Jason Bulmahn, based on material by Jonathan Tweet, Monte Cook and Skip Williams. Deutsche Ausgabe (C) 2010 Ulisses Spiele GMBH unter Lizenz von Paizo Publishing, LLC.

Ok, Interesse an einem wirklich schrägen magischen Gegenstand? (C) 2013 Christian Sturke aka Rorschachhamster

Karneval der Rollenspielblogs: Auspressen Teil 3 Noch drei Zauber!

OK, ich werde jetzt noch mal drei der „besten“ Zauber aus dem Großen Buch der Zaubersprüche machen, und dann habe ich auch genug. Werde also das Buch einfach durch gehen und unabhängig von dem Kapitel einfach die interpretieren, die mir am nützlichsten/lustigsten für Pathfinder erscheinen. Weil mich das ganze dann auch genug beschäftigt hat…

Schwertzauber des Schutzes

Schule: Hervorrufung [Energie, Ordnung]; Grad: HEX/MAG 5, KLE 4

Zeitaufwand: 10 Minuten

Komponenten: V, G, GF, M (Eine Waffe [Meisterarbeit])

Reichweite: 0

Ziel: Eine Behausung von maximal 27m³ pro Stufe

Wirkungsdauer: 1 Tag/Stufe (A)

Rettungswurf: Keiner; Zauberresistenz: Ja

Dieser Zauber erschafft eine magische Waffe, ähnlich wie der Zauber „Waffe des Glaubens“, die aber unabhängig von ihrem Erschaffer handelt. Diese Waffe erscheint selbstständig dann, wenn jemand versucht in die geschützte Behausung (sei es eine Hütte, eine Wohnung oder der Flügel eines größeren Gebäudes) einzudringen, ohne die Berechtigung zu haben –  er schützt nicht vor Eindringlingen wie Gesetzeshütern auf der Suche nach Verbrechern, zum Beispiel. Der Anwender kann Personen beim Wirken des Zaubers benennen, die die Behausung betreten dürfen, und alle Personen, die dort wohnen, sind automatisch berechtigt dazu.

Die Waffe selbst verursacht Schaden wie eine normale, mittelgroße Waffe ihrer Art, mit einem Angriffsbonus der dem GAB des Zaubernden entspricht + dem Modifikator des Zauberattributs. Bei Klerikern muß es sich um die bevorzugte Waffe ihrer Gottheit handeln, bei arkanen Zauberern bestimmt die benutzte Meisterarbeit die Art der Waffe. Im Gegensatz zu einer Waffe des Glaubens ist die Waffe aber halbmateriell und kann angegriffen werden – sie besitzt dabei eine RK von 20 und TP in Höhe der Stufe des Zaubernden mal drei, sowie die gleiche Schadensreduktion wie die benutzte Meisterarbeit oder 10 bei der Klerikervariante des Zaubers. Die Waffe bekämpft nur Gegner innerhalb der geschützten Behausung. Der Anwender dieses Zaubers erkennt sofort, wenn der Zauber ausgelöst wird. Hat eine eindringende Kreatur Zauberresistenz, wird beim betreten der Behausung einmal gegen die Zauberresistenz gewürfelt, wird dabei kein Erfolg erzielt, löst diese Kreatur den Zauber nicht aus. Dieser Wurf wird wiederholt, sollte die Kreatur zwischenzeitlich die Behausung verlassen.

Der Zauber endet sofort wenn entweder die Waffe zerstört wird oder der Zaubernde nicht in der Behausung rastet – ein kleines Nickerchen zählt hierbei nicht, mehrere Stunden Schlaf jedoch schon.

Ha, kleine Abenteueridee: Es werden immer wieder Gegenstände aus dem Kloster entwendet, selbst nachdem dieser Zauber angewendet wurde… die Mönche sind verzweifelt, wie kann einer der ihren das tun? Und wo hat er die Sachen versteckt? Der Abt will das die SC als Aussenstehende nachforschen, unauffällig. Tatsächlich gibt es einen kleinen Geheimraum mit Bleiverkleidung (so das Gegenstand orten nicht funktioniert!) in dem schon seit langer Zeit ein Feenkobold lebt – er hatte nur Letztens die Idee ein Kunstwerk zu erschaffen, für das er Materialien braucht (Feen halt, und die ganze Zeit in einem Bleikasten…). Und da er ein Bewohner des Klosters ist, funktioniert der Zauber nicht… Belohnung könnte dann auch dieser Zauber sein.

Sonnenfänger

Schule: Hervorrufung [Feuer]; Grad: DRU 3, HEX/MAG 2

Zeitaufwand: 1 Standardaktion

Komponenten: V, G, GF, F (Eine kleine Holzscheibe)

Reichweite: Persönlich

Ziel: Du selbst oder ein von dir gewirkter Zauber (siehe Text)

Wirkungsdauer: 1 Runde/Stufe (A, siehe Text)

Rettungswurf: Keiner; Zauberresistenz: Nein

Dieser Zauber funktioniert nur tagsüber unter freiem Himmel bei höchstens leichter Bewölkung. Jede Runde, die der Zauberwirkende sich dort aufhält, erhält er eine steigende Resistenz gegen Feuer: Jede Runde steigt diese um 2 Punkte, bis zu einem Maximum von 20.

Das Besondere ist dabei, das der Zauberwirkende diese Kraft in einen Zauber der Kategorie Feuer einfließen lassen kann, was den Zauber vorzeitig beendet. Der so verstärkte Zauber verursacht einmalig Bonusfeuerschaden in Höhe der gesammelten Feuerresistenz. Sollte der Zauberwirkende dieses nicht in der normalen Wirkungsdauer nutzen, endet der Zauber ganz normal.

Ok. Dieser Zauber ist eher grob inspiriert, aber das Thema aufladen im Sonnenlicht fand ich interessant – ein sehr spezieller Zauber, der nur manchmal richtig nützlich ist. Und interessante Entscheidungen: Warte ich noch eine Runde und mache dann noch 2 Punkte mehr Schaden mit dem Feuerball? Oder sind die Oger schon zu nahe? Dafür ist der Bonusschaden und die Resistenz ganz gut für einen Zauber des 2. Grades… und eine Hervorrufung und kein Bannzauber.

Vogelnestzauber

Schule: Bannzauber [Fluch]; Grad: DRU 2, HEX/MAG 2, KLE 2, PAL 2

Zeitaufwand: 1 Standardaktion

Komponenten: V, G, GF, F (Ein Vogelnest)

Reichweite: Berührung

Ziel: Ein Wesen

Wirkungsdauer: 10 Minuten/Stufe oder bis ausgelöst (siehe Text)

Rettungswurf: Keiner; Zauberresistenz: Ja

Dieser Zauber erzeugt einen kleinen Fluch, der automatisch ausgelöst wird, wenn dem geschützten Wesen Schaden (Körperlich oder im übertragenen Sinne) zugefügt wird. Dies kann sich auf zwei Arten äußern: Sobald das Ziel dieses Zaubers von einem körperlichen Angriff getroffen wird und Schaden verursacht wird, oder sobald es Ziel eines anderen, irgendwie schädlichen Zaubers ist und sein RW mißlingt (kein Flächenzauber, es muß explizit Ziel des Zaubers oder der zauberähnlichen Fähigkeit sein) erleidet der Verursacher für eine Runde pro Stufe des Anwenders einen -1 Moralabzug auf entweder alle Angriffswürfe (körperlicher Angriff) oder die SG seiner Zauber oder Zauberähnlichen Fähigkeiten. Dieser Abzug steigt pro 5 Zauberstufen des Anwenders um 1 (-2 auf der 5., -3 auf der 10. etc. bis zu maxiumal -5 auf der 20.). Der Angreifer erhält hierbei keinen RW, aber Zauberresistenz wird normal erwürfelt.

Tja, und dann hofft man, das der Goblinscherge des Nekromanten keinen Glückstreffer erziehlt… das ist so eine Sache, die diesen recht nützlichen Zauber etwas relativiert. Man kann sich nicht sicher sein…

Das war’s dann mit mir und diesem Thema. Demnächst in diesem Kino: Konstrukte als Spielervolk (-völker) – wir werden sehen.

BDD

ER

Diese Zauber sind open gaming content nach  OGL mit folgendem §15:

15. Copyright Notice

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Karneval der Rollenspielblogs: Auspressen Teil 3 Noch drei Zauber!(C) 2013 Christian Sturke aka Rorschachhamster

Karneval der Rollenspielblogs: Auspressen Teil 1 Liebeszauber

Ah, das ist doch mal ein Thema, dem ich, Langzeitleser wissen das, sehr zugetan bin:

Das Ausquetschen von rollenspielfremden Material für eben jenes. Und da mir heute in der Bücherei ein Buch über die Leber gelaufen ist, das ich verwursten kann, beginne ich einfach mal damit.

Warum eigentlich über die Leber gelaufen? Nun es handelt sich um ein durchaus ernst gemeintes Machwerk über Zaubersprüche, wenig inspiriert „Das große Buch der Zaubersprüche“ betitelt. Huahaha bis Brrrrr. Also für die spirituellen Bedürfnisse all jener geschaffen, die an solchen Mumpitz glauben glauben zu müssen… Ich mußte mein Grinsen etwas runterdrehen, um nicht unangenehm azufzufallen, als ich sah, das das erste Kapitel Liebeszauber sind. Geht einfach mal raus und trefft neue Leute, Jungs und Mädels (wobei sich sowohl Aufmachung als auch der Inhalt offensichtlich eher an die Letzteren wendet…).

Wie dem auch sei. Zaubersprüche kann man nie genug haben. Und ich nutze die um mal ein paar neue Blickwinkel auf alte Konzepte zu bringen. Oder auch nur so mich von den Titeln inspirieren zu lassen. Diesen ganzen Ritualkram schmeiße ich mal meistens raus, um auch Zauber für Alltagsanwendungen zu erzeugen. Eine wirklich große Herausforderung wäre, alle Zauber zu konvertieren, aber wieviele Liebeszauber braucht denn der Magier schon?

Hmm. Aber einen könnte man ja mal machen. Also, Blätter, Blätter:

Aphrodites Talisman

Schule: Verzauberung (Geistesbeeinflussend, Sprachabhängig); Grad: BAR 2, HEX/MAG 2, KLE 2

Zeitaufwand: 10 Minuten

Komponenten: V, G, M (Kupferscheibe mit Loch)

Reichweite: Persönlich

Ziel: Du

Wirkungsdauer: 1 Stunde/Stufe oder bis ausgelößt (siehe Text)

Rettungswurf: Keiner; Zauberresistenz: Nein

Dieser Zauber läßt dich eine Kupferscheibe als Amulett tragen (wobei sie den entsprechenden Freiplatz besetzt, als wäre sie ein magischer Gegenstand). Der Zauber bewirkt einen Schub an Anziehungskraft, sobald du während der Wirkungsdauer einen erfolgreichen Diplomatiewurf mit dem Ziel des Verführens eines potentiellen Sexualpartners vollführt hast. Dein Gegenüber nimmt dich jetzt für die nächste Stunde (dann endet der Zauber), als außergewöhnlich anziehend wahr und alle deine Diplomatie- oder Bluffenwürfe danach erhalten einen +10 Bonus gegen dieses Ziel, aber nur wenn es um „die Sache“ geht… das Ziel ist in keiner Weise gezwungen, dir nachzugeben, aber du erscheinst halt ungewöhnlich begehrenswert.

Interessant, und schon nützlich, in bestimmten Situationen. Vor allem, weil man zuerst ganz regelgerecht Erfolg haben muß… Oh, und hier hab ich den Ritualkram dringelassen, im Zeitaufwand. He.

Man kann diesen Zauber auch als Schablone für ähnliche Zauber benutzen, indem man andere Götter nimmt: Hermes = Geschäftsverhandlungen oder mit Bluffen für Betrügereien, Ares = Einschüchtern im Kampf etc..

Nächstes Kapitel ist „Zauber für Beruf und Karriere“ osä. *Seufz* Naja. Schaun wer mal. Vielleicht schau ich mir auch, trotz Gefahr für meine geistige Gesundheit, an, ob man diesen Ritualkram in der Einleitung doch noch irgendwie verwursten kann…

Was ich nicht alles für euch tue…

BDD

ER

Dieser Zauber ist open gaming content nach  OGL mit folgendem §15:

15. Copyright Notice

Open Game License v 1.0a (C) 2000 Wizards of the Coast, Inc.

System Reference Document (C) 2000, Wizards of the Coast, Inc.; Authors Jonathan Tweet, Monte Cook, Skip Williams, based on Material by E. Gary Gygax and Dave Arneson.

Pathfinder RPG, (C) 2009 Paizo Publishing, LLC; Author: Jason Bulmahn, based on material by Jonathan Tweet, Monte Cook and Skip Williams. Deutsche Ausgabe (C) 2010 Ulisses Spiele GMBH unter Lizenz von Paizo Publishing, LLC.

Karneval der Rollenspielblogs: Auspressen Teil 1 Liebeszauber(C) 2013 Christian Sturke aka Rorschachhamster

7*7=49 und kein QuantenQuellenbuch, Illias und Battletech

Es hat acht Wochen gedauert, aber gestern habe ich jetzt tatsächlich keinen Beitrag zum QuantenQuellenbuchMontag geschrieben – und ich denke ich werde das Format lockern und jetzt nur noch QuantenQuellenbuch nennen. Weil einiges ganz gut war was ich mir auf Krampf rausgeschrieben habe, aber es halt auch Krampf war. Also ab jetzt nur noch bei Bock und Gelegenheit. Vielleicht schaffe ich es ohne diesen festen Termin auch wieder mehr zwischendrin zu schreiben… only time will tell.

Gestern habe ich die Neuübersetzung der Illias von Raoul Schrott in Taschenbuchformat zugelegt. Es liest sich auf jeden Fall flüssiger als Johann Heinrich Voß. Auf der anderen Seite finde ich die Sperrigkeit der Voßschen Übersetzung auch anregend – eine Übersetzung aus dem 19. Jhdt. liest sich halt schon alt, auch wenn das rein objektiv betrachtet natürlich jung ist, im Vergleich zum Text. Andererseits, so lustig manch eine Formulierung Voßens für Ohren des 21. Jhdts.* klingt, so gebrochen ist doch der Lesefluß an anderer Stelle durch Unverständnis meinerseits gewesen. Raoul liest sich da schneller. Vielleicht zu flüssig? Bis jetzt noch nicht. Wohlgemerkt, es geht rein um das Vergnügen, sich mit der alten Geschichte (Meint sowohl Historie als auch Erzählung) zu beschäftigen, und es übersteigt meine Altgriechischkenntnisse die beiden mit den „Originalkopien“ zu vergleichen (wobei das ehrlicherweise auch für fast alles jenseits von Pi und Lambda gilt…).  Bis jetzt bekenne ich mich leicht in Richtung Schrott zu neigen. Zumindest kann ich mir eher vorstellen, jemandem den neueren Schrott zu empfehlen (Huh, der Name ist echt ein bißchen Kalauer gefährdet), braucht man doch das bißchen Durchgedrehtheit sich durch den Voß zu kämpfen. Andererseits: Wer das hier liest… 😉

Vorgestern eine kurze Runde Battletech mit zwei Wasp (!) gespielt. Ich hatte die Variante mit einem 4er SRM und sonst nix (WSP-1L), und Kai die Standardvariante mit Mittlerem Laser und 2er SRM (WSP-1A). Durch die Anfälligkeit von 20 Tonnen Mechs war es ein sehr sehr taktisches Spiel, mit dem Initiative Verlierer auf dem Rückzug und einem verfolgenden Gewinner. Ein, zwei mal sogar Pointblank im Rücken. Wir haben auf körperliche Angriffe verzichtet. Ich verlor durch taktischen KO. Ein Arm ab und Gyro hin – das war’s. Vielleicht doch nicht so taktisch, der KO… Keine schlechte Übung um diese kleinen Dinger mal in größeren Gefechten besser nutzen zu können… Nur eine Waffe und damit nur einen Angriffswurf zu haben ist aber ein ziemlicher Nachteil. Wobei ich glaube, das ich öfter getroffen habe, nur verteilter. Halt auch ein Nachteil eines SRMs gegenüber einem Laser.  Ach ja, und jeder Wurf auf kritische Treffer erzeugte gleich Zwei.  Also, eigentlich habe ich gewonnen. Nur das ihr’s wißt.

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster

* Ok, meine Ohren sind ja streng genommen aus dem 20., und das merke ich auch bei vielen Hintergrundgeräuschen, aber man sagt doch so.

QuantenQuellenbuchMontag 7: Paralipomena zum „Heinrich von Ofterdingen“

Schon wieder Montag und ich halte in Händen: Heinrich von Ofterdingen von Novalis. Aber ich werde mir den Text nicht antun*, sondern die 2 ersten Punkte abarbeiten, die in meiner Ausgabe (Reclam Universal-Bibliothek 8939 ISBN(10): 3-15-008939-5) unter Paralipomena zum „Heinrich von Ofterdingen“ unter 1a ab Seite 179 stehen:

[1.] Poesie ist wahrhafter Idealismus – Betrachtungen der Welt, wie Betrachtungen eines großen Gemüts – Selbstbewußtsein des Universums

Wenige Barden besitzen die Selbstdisziplin, den rigiden Anforderungen der Mönchsklasse gewachsen zu sein und nur wenige Mönche haben die Fähigkeit sich so gehen zu lassen wie ein Musiker in seiner Musik aufgehen muß. Es gibt aber einen kleinen Orden, dessen Schüler sowohl in den Künsten der Selbstverteidigung als auch der schönen Künste geübt sind – ihre besonderen Übungen erlauben ihnen das Verständnis der Beschaffenheit des Multiversums in seiner ganzen Tiefe zu erfassen.

Wesenszug (Religion): Du kannst sowohl als Barde als auch als Mönch frei aufsteigen. Du mußt immer eine rein Neutrale Gesinnung behalten oder du kannst entweder (wenn du eine Rechtschaffene Gesinnungskomponente erhältst) deine Bardenklassenfähigkeiten nicht mehr anwenden oder (Wenn du irgendeine nicht-rechtschaffene Gesinnungskomponente erhältst) deine Mönchsklassenfähigkeiten nicht mehr anwenden bevor du deine Gesinnung wieder auf Neutral geändert und einen Sühnezauber erfüllt hast.

[2.] Glanz, Duft, Farben und Trockenheit – Ordnung – Köstliche Seltenheiten – Reizende Figuren – und Mannigfaltigkeit – Schnelle Bedienung – Eigenheiten des prachtvollen Lebens. Der kaiserliche Hof. Gesinnungen eines Fürsten.

Hihihi – gerade das Erste klingt nach Zufallstabellen:

1W8 Glanz 1W8 Duft 1W8 Farbe 1W8 Trockenheit
1 Stumpf 1 Menschlicher Kot 1 Schwarz 1 Klatschnass
2 Matt 2 Dung 2 Braun 2 Nass
3 staubig 3 Pferdemist 3 Blau 3 Feucht
4 Normal 4 Waldboden 4 Rot 4 Leicht feucht
5 Normal 5 Graswiese 5 Grün 5 Trocken
6 Glänzend 6 Blumenwiese 6 Gelb 6 Sehr Trocken
7 Schimmernd 7 Rosenbeet 7 Violett 7 Ausgetrocknet
8 Strahlend 8 Rosenessenz 8 Weiß 8 Ausgedörrt
1W8 Ordnung 1W8 Köstliche Seltenheiten 1W8 Reizende Figuren 1W8 Mannigfaltigkeit
1 Totales Chaos 1 Aus fernen Ländern 1 Gertenschlank 1 Unendlich
2 Durcheinander 2 Von einem berühmten Hersteller 2 Gerundet 2 Mehr als nötig
3 Unordentlich 3 Von einem berühmten Fälscher 3 Vollschlank 3 Sehr viel
4 Zerlebt 4 Aus uralten Zeiten 4 Langbeinig 4 Viel
5 Normal 5 Aus der Zukunft 5 Kräftig-Gesund 5 Wenig
6 Grob Sortiert 6 Von anderen Ebenen 6 Zierlich 6 Sehr wenig
7 Geordnet 7 Aus dem Inneren der Welt 7 Rund 7 Fast nichts
8 Penible Ordnung 8 Aus den Tiefen des Raumes 8 Muskulös 8 Nichts
1W8 Schnelle Bedienung 1W8 Eigenheiten des Prachtvollen Lebens 1W8 Der kaiserliche Hof 1W8 Gesinnungen eines Fürsten
1 Sofort 1 Dekadent 1 Riesig 1 RG/RN
2 Fast sofort 2 Voller Überfluß 2 Klein 2 RN/RB
3 Schnell 3 Völlerei 3 Sehr begrenzt 3 RN
4 Zügig 4 Orgiastisch 4 Reisend 4 RN
5 Träge 5 Willkürlich 5 Offen 5 NG/NB
6 Langsam 6 Streng Geregelt 6 Regelmäßig 6 N
7 Sehr Langsam 7 Gelehrt 7 Unregelmäßig 7 CB/CN
8 Kommt nicht 8 Überheblich 8 Sehr formell 8 CG/CN

So. Mehr schaff ich heute nicht. Aber das hat doch schon was…

Wesenszüge sind OGL, im Orignal von Paizo und in der Übersetzung von Ulisses, dieser hier ist von mir… Überraschung, Überraschung.

bisS denN

eueR rorschachhamsteR

* Naja, ich habe schon vor ihn zu lesen aber das schaff ich in den nächsten 2 Stunden nicht…