Chaos und Ordnung auf der Landkarte

Ich habe ein bißchen nachgedacht, wie man die Tabellen, die ich mal gemacht habe, mit mehr Konsequenz füllen kann. Tatsächlich habe ich ja schon im meinem Hexkantkrabbel die Einteilung in Zivilisation, Grenzland und Wildnis übernommen.

Dann dachte ich an B/X bzw. Mentzer oder Basic D&D und die drei Gesinnungen. Chaos, Neutralität und Ordnung halt. Á la Elric von Moorcock. Und dann fiel mir etwas auf. Drei Gesinnungen, die sich im Bedeutungsinhalt doch irgendwie einwandfrei zurodnen lassen. Chaos Wildnis, Rechtschaffenheit Zivilisation, und dazwischen das Neutrale Grenzland. Schon irgendwie logisch…

ABER: Richtig interessant wird es erst, wenn man die modernere Variante mit der zusätzlichen ethischen Achse nimmt,  und dementsprechend die Monster zuordnet. Hobgoblins und, zumindest in AD&D, Orks sind eher in der Zivilisation zu finden. Goblins in der Wildnis. Elfen dagegen sind selten in der Zivilisation… Zwerge schon.

Heh. Interessant. Natürlich widerspricht das einigen Angaben im Monsterhandbuch. Aber das macht das ganze ja so lustig… Z.B. die Hobgoblins. Selber treibende Kräfte (Ich glaube in den Narbenlanden/Scarred Lands waren die sogar Spielervolk Quatsch, Kindoms of Kalamar von Kenzer), oder Söldner? Und so weiter.

Blaue Drachen! ;)

Naja, dies nur mal so als Gedanke, den ich beim Aufstehen hatte.

Wie dem auch sei, ich mach jetzt (oder eher morgen…) weiter mit ERPG als Pathfindergötter… Hehe. Und jeder der das noch nicht runtergeladen hat, sollte es sofort tun – ZACKZACK! Es gibt keine Entschuldigung!

BDD

ER

Nepal helfen und Old-School-Cred erhöhen!

Hier bei DriveThru gibt es ein Bundle mit Old School Werken, die sich lohnen!

Schaut es euch an. 15$ für Nepal.

Aber geil:

VA1 Valley of the Five Fires, von Richard J. LeBlanc, Jr.

Ruins & Ronin, von Mike D.

Red Tide, von Sin Nomine Publishing

Mad Monks of Kwantoon, von Kabuki Kaiser

und Arrows of Indra, vom RPG Pundit

und Bodenpläne und so von Inked Adventures…

Oh, Quelong auch noch. Hab’ ich schon, sogar auf Papier, deswegen wohl übersehen…

Also, helft! (Und Scheiß auf die Old-School-Creds, das sind einfach gute Rollenspielbücher. Punkt.)

Bis Denn Dann

Rorschachhamster

 

 

D&D 5 gefällt mir – aber… Scheiß der Hund drauf, kann ich auch selber!

Alles was ich von D&D5 so gelesen habe, gefällt mir ganz gut, insbesondere das flache Steigern der Boni. Heilung ist ein bißchen zu albern, ehrlich gesagt, und so Kleinigkeiten. Was ich aber -und ich benutze dieses Wort nicht leichtfertig- hasse, ist die Politik von WotC bezüglich der Übersetzungen. Also, die völlig unverständliche Entscheidung, weder selber Übersetzungen zu machen noch andere das machen zu lassen… ich will gar nicht näher drüber sprechen (ich glaube ich habe das auch schon öfter in Kommentaren und Foren thematisiert), und nur kurz sagen, das damit 5e für mich gestorben ist. Restlos. Bläh. ò_ó

Andererseits bedeutet das ja auch, das es eine Lücke gibt. Ein Potential für ein OGL-basiertes Rollenspiel mit stark gedämpften Bonis und trotzdem Pathfinder/3e-ähnlicher Mechanikvielfalt…  und da ich der bin, der ich bin, möchte ich das Ding einfach mit den Pathfinderbüchern, die ich habe, weiterbenutzen können… Daraus ergeben sich einige interessante Schwierigkeiten. Ich glaube, ich habe mich hier auch schon öfter über RK-Werte weit jenseits der 30er echauffiert. Oder Angriffsboni, die es einfach unmöglich machen jemanden in Vollrüstung nicht zu treffen… Alles Auswüchse der 3e (und ihren Derivaten), die erst in höheren Stufen wirklich zum Tragen kommen. Ich habe etwas rumüberlegt, und habe vor einige Ideen hier so auszuschütten, die ich in den letzten Monaten hatte.

Erstmal die halbierten Boni für Angriffsboni und Rettungswürfe:

Stufe Gut Mittel Schlecht RW Gut RW Schlecht

1

+1

+0

-1

+1

+0

2

+1

+0

+0

+2

+0

3

+1

+0

+0

+2

+1

4

+2

+1

+0

+2

+1

5

+2

+1

+1

+2

+1

6

+3

+2

+1

+3

+1

7

+3

+2

+1

+3

+1

8

+4

+3

+2

+3

+1

9

+4

+3

+2

+3

+2

10

+5

+3

+2

+4

+2

11

+5

+4

+2

+4

+2

12

+6

+4

+3

+4

+2

13

+6

+4

+3

+4

+2

14

+7

+5

+3

+5

+2

15

+7

+5

+3

+5

+3

16

+8

+6

+4

+5

+3

17

+8

+6

+4

+5

+3

18

+9

+6

+4

+6

+3

19

+9

+7

+4

+6

+3

20

+10

+7

+5

+6

+3

Dier zweite bis vierte Spalte sind natürlich die Angriffsboni. Mehrfachangriffe sind erstmal weg – dafür kriegen alle Charaktere die Möglichkeit, Bewegung vor UND nach dem Angriff beliebig auszuführen. Als Korrektiv reichen da, glaube ich, Gelegenheitsangriffe… Zaubern kann man so allerdings nicht, denke ich, das wird immer eine volle Aktion sein – schon wegen der Klassenbalance… die mir ja nun nicht so wichtig ist, aber die mir auch nicht völlig am Arsch vorbeigeht. ;) Das heißt natürlich auch, das die SGs sinken müssen. RK vielleicht nicht für Rüstungen, aber definitiv für alles andere.

Naja, die Tage mehr über diese Idee(n).

BDD

ER

Äh… Huch. Ich bin wieder da…

Naja, viel um die Ohren.

Aber jetzt bin ich gerade Krankheitsbedingt etwas im Leerlauf und dachte, ich erwähne mal was mir in den letzten zwei Monaten so auf/angefallen ist:

Secret Santicore 2014 ist jetzt draußen. Yay! Mein Beitrag ist in Teil Drei. Irrenanstalt, in Modern und Alt. Zufallstabelle natürlich. Plus Horror. Natürlich.

Petty Gods geht mit Riesenschritten der Vollendung entgegen – und hier kann man sehen, das ich mehr als einen Beitrag drin habe…Allerdings nur einen Gott.  ;)

Ich habe ein Buch im Winter Einseiten Contest von Greifenklaue und Konsorten gewonnen… und zwar aus dem Golkonda Verlag von Jo Walton “In einer anderen Welt”. Yay! Ging gleich zur Prüfung an meine Brut. :P Hier jedenfalls meine beiden Beiträge : Eins RdWWOPC und Zwei FidSdTWOPC! Weis auch nicht. War so drin. Habe (Danach, wohlgemerkt) wieder mal Perdido Street Station angefangen… ;)

Ok, da ich irgendwie jetzt schon wieder mich schlapp fühle, mach ich ein andermal weiter. Habe vor, wieder etwas mehr zu posten…. aber da verspreche ich gar nix.

Bis denn dann

euer Rorschachhamster.

Intelligente Magische Gegenstände aus dem Ausrüstungskompenidum Extended

Frohes Neues… oder so. Ist ja schon später im Jahr. *Schäm*

Im Ausrüstungskompendium gibt es Zufallstabellen um die Fähigkeiten und die besonderen Zwecke für intelligente magische Gegenstände auszuwürfeln. Was allerdings fehlt, ist eine Zufallstabelle, die angibt, was und wieviele Fähigkeiten so ein magischer Gegenstand überhaupt hat. Oder was seine geistigen Attribute sind. Die außerdem immer bei 10 anfangen – warum eigentlich? Rollenspieltechnisch ist ein Langschwert mit Intelligenz 3 doch viel lustiger. ;)

Wenn ich das jetzt hier aufschreibe wird mir schon klar, warum – es geht halt um die Annahme das intelligente Magische Gegenstände bewußt erschaffen werden, am besten noch von einem SC. Nicht mit mir!!11!!elf! In meiner Kampagne zumindest sind Langschwerter, die denken können, fast immer Ergebnis von wilder Magie, unaussprechlichen Ritualen oder verlorenen Seelen, die ein Gefäß fanden. ;) Und ich als Spielleiter hab’ besseres zu tun als Gegenstände zu einer ausgeklügelten Hintergrundgeschichte zu erschaffen – ich mach das lieber andersrum: Erst der Gegenstand, dann die Geschichte! :)

Also hier die zusätzlichen Tabellen um wirklich zufällige Gegenstände zu erschaffen:

Erstens zufällige Attribute von 3-20 mit Preismodifikatoren für Attribute unter 10:

W%

Wert

Preismodifikator

Ego-Modifikator

01-02

3

– 150 GM

-4

03-05

4

– 125 GM

-3

06-08

5

– 100 GM

-3

09-13

6

– 75 GM

-2

14-18

7

– 50 GM

-2

19-23

8

– 35 GM

-1

24-28

9

– 15 GM

-1

29-37

10

38-47

11

+ 200 GM

48-57

12

+ 500 GM

+1

58-67

13

+ 700 GM

+1

68-77

14

+ 1.000 GM

+2

78-82

15

+ 1.400 GM

+2

83-87

16

+ 2.000 GM

+3

88-92

17

+ 2.800 GM

+3

93-95

18

+ 4.000 GM

+4

96-98

19

+ 5.200 GM

+4

99-00

20

+ 8.000 GM

+5

Der Grund, warum die Preisabzüge für niedrige Attribute so gering sind, ist natürlich die Tatsache, das jeder intelligente magische Gegenstand nur 500 GM mehr als Basis besitzt. Ein intelligenter magischer Gegenstand mit allen drei Werten gleich 3 würde also nur 50 GM mehr kosten als ein Unintelligenter! Ein Schnäppchen! ;)

Als nächstes folgen die Sinne und Kommunikationsweisen des Gegenstandes, hier muß zweimal gewürfelt werden:

W10 Kommunikationsweise Preismodifkator Ego-Modifkator
1-5 Empathie
6-8 Sprache + 500 GM
9 Telepathie (Berührung) + 1.000 GM +1
10 Sprache und Telepathie (Berührung) + 1.500 GM +1
11 Telepathie (-9m) + 2.000 GM +2
12 Sprache und Telepathie (-9m) + 2.500 GM +2
W20 Sinne Preismodifkator Ego-Modifkator
1-7 Sinne (9m)
8-12 Sinne (18m) + 500 GM
13-14 Sinne (36m) + 1.000 GM
15-16 Dunkelsicht + 500 GM
17 Blindgespür + 5.000 GM +1
18 Sprachen Lesen + 1.000 GM +1
19 Magie Lesen + 2.000 GM +1
20 2*Würfeln mit W12+7 addieren addieren

Ich habe bei Kommunikationsweisen noch die Telepathie bis 9m hinzugefügt. Weil es nützlich ist, und weil es auch bedeutet, das der Gegenstand mit anderen Wesen als seinem Träger heimlich kommunizieren kann… hehe. Deswegen auch der +2 Bonus auf Ego.

So, was jetzt noch fehlt, ist eine Master-Tabelle, die bestimmt welche Kräfte und welchen Zweck der Gegenstand unter Umständen hat.

W% Würfe auf Tabelle 6-5
01-60 1*
61-90 2*
91-00 3*

Also, zwei Master-Tabellen, weil es einfacher ist… ;)

W% Würfe auf Tabelle 6-7 & 6-6
01-80
81-90 Ja
91-00 Ja und 2* auf 6-6 würfeln

SO.

Und irgendwie juckt es mich in den Fingern, 6-7 nochmal zu überarbeiten. Besiege/Töte erscheint mir etwas zu oft. Außerdem fehlt mir etwas wie bestimmte Individuen zu schützen oder zu Besiegen/Töten – sein es Götter oder Erzdämonen oder so. Aber ich glaube, das muß ich nochmal sacken lassen.

Ich hoffe, jemand von euch da draußen kann das nutzen.

BDD

ER

Diese Tabellen sind open gaming content nach  OGL mit folgendem §15:

15. Copyright Notice

Open Game License v 1.0a (C) 2000 Wizards of the Coast, Inc.

System Reference Document (C) 2000, Wizards of the Coast, Inc.; Authors Jonathan Tweet, Monte Cook, Skip Williams, based on Material by E. Gary Gygax and Dave Arneson.

Pathfinder RPG, (C) 2009 Paizo Publishing, LLC; Author: Jason Bulmahn, based on material by Jonathan Tweet, Monte Cook and Skip Williams. Deutsche Ausgabe (C) 2010 Ulisses Spiele GMBH unter Lizenz von Paizo Publishing, LLC.

Pathfinder Roleplaying Game Ultimate Equipment (C) 2014, Paizo Inc.: Authors: Dennis Baker, Jesse Benner, Benjamin Bruck, Ross Byers, Brian J. Cortijo, Ryan Costello, Mike Ferguson, Matt Goetz, Jim Groves, Tracy Hurley, Matt james, Jonathan H. Keith, Micheal Kenway, Hal MacLean, Jason Nelson, Tork Shaw, Owen KC Stephens, and Russ Taylor. Deutsche Fassung: Pathfinder Ausrüstungskompendium von Ulisses Spiele GmbH, Waldems unter Lizenz von Paizo Inc.

Intelligente Magische Gegenstände aus dem Ausrüstungskompenidum Extended (C) 2015 Christian Sturke aka Rorschachhamster

Rollenspieltheoretische Überlegungen für D&D etc. – kurz und knackig

Ich kam ins Grübeln über den Sinn oder die Notwendigkeit, besonders abgefahrenes Zeug in sein Abenteuer bzw. die Kampagne zu packen.

Normalerweise ist es doch so, das der Standarddungeoncrawl eher als abgeschmackt angesehen wird – Stichwort “Hatten wir doch alles schon”. Und dieses Argument ist natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

Allerdings gibt es doch andere Spiele, wie vielleicht Skat, die eigentlich doch auch immer das gleiche sind. Sogar per Definition (Regeln halt). Warum spielt man die denn? Und die Antwort ist klar: Es geht eben nicht um das Spiel an sich sondern um die Interaktion der Spieler. Das ist beim Rollenspiel eigentlich nichts anderes, es wird aber dadurch, und jetzt kommt etwas, was vielleicht scheinbar widersprüchlich ist, erschwert, das die Persona des Charakters zwischen dem Spieler und seinen Mitspielern steht.

Mit anderen Worten, meine Idee ist, das die Umgebung des Dungeons vollkommen egal ist, solange den Spielern klar ist, das es sich um ein Spiel handelt. Da gibt’s halt scheinbar sinnlose Regeln und Vereinfachungen. Hauptsache es macht Spaß. Und die Vorstellung, das es beim Rollenspiel irgendwie um mehr gehen muß, ist eben nicht Zielführend. Jedenfalls wenn man sich ein Miteinander mit Freunden zum Spaß als Ziel setzt. Was man ja nicht muß… *Hust* ;)

Und da sind wir beim eigentlichen Auslöser – ich habe gerade meine Pathfinder-Gruppe, deren Charakterstufenschnitt so bei 6,5 liegt, in den ersten Level von Dwimmermount “geschickt”*. Die armen Orks. Aber andererseits war es auch lustig wie die besondere Umgebung eines nicht sehr besonderen Dungeons (zumindest hier) die Spieler zu beflügeln schien. Insbesondere das finden von toten Zwergen (Standard? Sicher!) und die einen gefangenen Zwerg folternden Orks (Standard! Ebenso!), das alles war um die Gruppe zu rächenden Schlächtern werden ließ (Ich muß mir einen kleinen Seitenhieb auf HG-angepaßte Begegnungen verkneifen…).

Und deswegen sind eher standardmäßige Dungeons auch voll OK! Solange es genug gibt mit denen die Spieler halt … spielen können.

Gut, das eine oder andere Abgefahrene schadet hier halt nicht. Aber einen Dungeon so zu gestalten, das ein SUPERHIGHLIGHT nach dem anderen folgt, stumpft die Spieler zu sehr ab. Und läuft auch quer zu ihren Erwartungen, meist. Wo bleiben den die blöden Witze, wenn man bei jedem Wort des SLs aufpassen muß, das man nicht Hintergrundinfo Nummer 25b** verpaßt? Oder die tragische Endgültigkeit des von Selbstzweifeln halbverrückten Halbvampirpaladins, der sich zum Wohle der Gruppe opfert beweint? Naja, wenn man so was mag… (Ok, manchmal wünsche ich mir auch etwas mehr Aufmerksamkeit, aber bei 8 Spielern… :P )

Wobei ein Punkt noch die Last auf dem SL ist, die natürlich bei relativ ruhigem Fahrwasser leichter ist. Und damit seinen Kopf auch für die wichtigen Ideen freimacht… und ihn mehr zum Mitspieler macht, was immer eine gute Idee ist. Stichwort SL-Burn out.

Deswegen habe ich auch gerade Riesenratten mit 2000 KM irgendwo anders eingebaut, nicht nur aus reiner Ironie.

 

BDD

ER

* sie haben den Köder geschluckt halt.

** die es übrigens bei Dwimmermount zu Hauf gibt- wenn sie einen denn Interessieren. Der Ball liegt halt bei den Spielern…