FAGE – erste Eindrücke, erste Spielabende…

Ok, nach zwei eher schlecht vorbereiteten Spieleabenden (*Hüstel*) und ein wenig Einblick sag ich hier, das Spiel funktioniert. Die Regeln sind nicht so sperrig, aber das mit den sozialen Stunts habe ich persönlich nicht so drauf, da muß ich mich halt noch besser einlesen. Als reinen frei interpretierbarer Bonuspool funktioniert der Stuntwürfel fast besser, als die etwas merkwürdig formulierten Stunts, finde ich. Zumindest wenn man die noch nicht richtig verinnerlicht hat…

Da wir erst einen kleinen Kampf hatten (gegen eine Rhagodessa aus dem Mystara Fan Ding, das auf der Wiki gefunden werden kann) und eine Menge Interaktion, kann ich zu den Kampfstunts nicht viel sagen – die Sc stehen aber am Eingang zum ersten, kleinen Dungeon… mal sehen.

Allerdings: Die Kampagne ist ein eher Feudales System in Toto, auch inspirirert durch die sozialen Schichten in der Hintergrunderschaffung, und der Orkknappe wird immer etwas besser behandelt, als die restliche Gruppe. Interessante Interaktionen.

Außerdem haben wir über die Kampagne folgendes gelernt:

Es gibt Reitschnecken, das Benutzen ist eher ein Statement als wirklich nützlich – ein berühmtes Buch ist „In 80 Jahren um die Inseln“ (elfischer Autor wegen Langlebigkeit). Die Riesenschnecken (mit Haus, wie riesige Weinbergschnecken) werden als Fleischlieferanten gezüchtet. Große Zuchtbullen erreichen die Größe einer Kuh, aber die meisten sind kleiner.

Läufer sind etwa 4m hohe, vierbeinige Wasserläufer, die sich mit geraden Beinen auf trockener Erde fortbewegen. Sehr schnell, aber nicht sehr zäh.

Wollnashörner sind keine normalen Erdtiere, wenn sie 4 Augen haben, und werden als Lasttiere eingesetzt.

Bratechsen sind das Hühneräquivalent

Reitquallen sind das am häufigsten benutzte Reittier.

Lonlurche können schwimmen, aber stinken. Wirklich schlimm. (Ja, die habe ich beide schon benutzt im WOPC)

Riesenflugquallen heben Kampfplattformen durch die Luft, die meisten Luftschiffe haben Gassäcke.

Jeder 5. Ork heißt Orek.

Bardendiener, die nur bei den Barden angestellt sind, haben besondere Livrées.

MAW, wir hatten Spaß, und darauf kommt es ja an. Spannung kommt dann nächstes Mal. 😉

 

Und die Karte der Insel Sannuch, jedenfalls was die SC wissen, bis jetzt:

Das Dorf links ist Bachfest, die Hauptstadt am Rand rechts ist Golt, Wohn- und Regierungssitz des Gnomischen Grafen Henjet Goltenburgh. Neben Bachfest ist die Absturzstelle eines Postschiffes, abgeschossen von Unbekannten, die wohl alle an Bord entführt haben, und wo die Rhagodessa angriff, die normalerweise nur unter den Inseln lebt… Das kleine Dorf in der Mitte ist Schneckhagen, wo die Spieler im Auftrag des Grafen untersuchen, ob die vorher verschwundenen Holzfäller und Riesenschnecken auch was mit dem Absturz zu tun haben.

BDD

ER

 

Barde für LL – äh, nee, da gibt’s schon was…

Ja, im Gegensatz zum Hexenmeister war gleich der erste Treffer für einen Labyrith-Lord-Barden ein Volltreffer.

Schon 2014 hat Michael von den Lizard Man Diaries einen schönen Barden geschaffen.

Ich würde nur drei Dinge ändern: Einfacher und lustiger wäre die Möglichkeit, Elfen- und Magierzauber zu wirken auf 10% pro Stufe bis Maximal 80% auf der 8. ändern – das ist auf niederen Stufen, je nach Zauberfehlschlagstabelle, ein eher riskantes Unterfangen, gibt aber etwas mehr Möglichkeiten. Dann würde ich bei Zaubern, die das brauchen, anstatt daß die Befehle von Gefährten kommen, diese gereimt gesungen werden müssen. Je nach Güte gibt es einen Bonus oder Malus auf den RW des Gegners… und ja, auch zu Blasinstrumenten kann man singen, wenn man im passenden Rythmus das Instrument absetzt und wieder ansetzt… find ich jedenfalls. Und drittens würde ich klarstellen, das der Barde mit einem zufälligen Lied/Zauber beginnt.

So, dann sind noch 5% aller Schriftrollen Bardenlieder, mit Notation und so. Kann er mit einem erfolgreichen Wurf auf seine Chance erlernen, Elfen- und Magierlieder zu wirken. Oder die Schriftrolle einfach benutzen, wodurch sie zerstört wird, aber spielen muß er das Lied dann trotzdem.

Schon hat er eigene Schätze. 😉

Im AEC können Elfen, Halbelfen und Menschen Barden werden und zwar alle grenzenlos. Weil es halt passt.

BDD

ER

 

Loot: Stonehell II, Undercity und Nod #16 und 17

Ah, ja, Lulu hatte wieder eine ohne Portoaktion. Ich hab die genutzt, und mir ein bisschen was gegönnt:

Ruins of the Undercity ist praktisch der erste Band zu den Mad Monks of Kwatoon, und Ja. Für Labyrinth Lord geschrieben, und für’s Solospiel, aber natürlich auch für Herren der Labyrinthe nutzbar… Höh. Einige Ideen sind sehr gut – die verschiedenen Läden mit zufälligem Inventar und Flair habe ich ja auch schon beim Nachfolger, den ich als Vorgänger erlebt habe, erwähnt… Und dann mußte ich noch nachschauen was zum Teufel Babuschs sind.

Via Wikimedia commons, dankeschön. Man lernt ja nie aus. Jedenfalls gibt es da einige Magische von… Sowieso, magische Gegenstände, Monster (von denen viele alte Bekannte sind, aus Notwendigkeit vom Oriejenaal transformiert, aber einige eben nicht) und Zauber und so.

Außerdem: Wenn diese Begegnung das Erste mal, dann dieses besondere Schwert, sonst dieses. Interessante Mechanik für’s Solospiel halt. Oder auch das Zauberbuch mit einem besonderen Zauber und Anweisungen für den Bau eines Necrophidius, das sobald man das erste mal einen gesehen hat, eine bestimmte %-Chance hat aufzutauchen. So Sachen halt. Sehr geil.

Stonehell Dungeon II: Into the Heart of Hell. Tja. Ich liebe die Funktionalität. Stonehell bleibt sich treu. An Übersichtlichkeit für’s Spiel gibt es kein besseres Abenteuer. Da kann sich manch einer eine Riesenscheibe abschneiden… Es ist minimalistisch in manchen Beschreibungen und man muß das mögen, aber die besonderen Orte werden ausführlicher beschrieben, und an Material wie Magische Gegenstände, Monster, Zauber überhohlt es locker das kleine Ruins – wobei das vielleicht unfair ist, wenn man sich die Seitenzahl anschaut. Es ist manchmal etwas trockene Dungeonkost, eben auch durch den Minimalismus bedingt, aber da das im Spiel wahrscheinlich sowieso viel farbiger rüberkommt… Super.

Tja, und langsam kaufe ich die NODs. #16 und #17. Das jetzt ist die Beschreibung von einem afrikanischen Hexcrawl, mit Dschungel und Steppe. Me Gusta. Lediglich, das in einem der beiden sehr viel Material für Mistery Men drin ist, Johns Superheldengedöns, was nun nicht so meins ist… Naja. Aber Hexcrawl ist super. Außerdem bedient er sich gerne in realweltlichen Vorlagen , was ich mag. Plus gemeinfreie Kunst richtig eingesetzt. Guckt auf seinem Blog vorbei.

Die drei/vier Bücher werden mich noch länger beschäftigen, da kann man ewig lesen. Nicht, das ich mich beschweren würde… 😉

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster

Wormskin 1 und 2

Verdammt! Ausgabe 3 4 5 muß ich jetzt auch kaufen.

Ok. Gestern kamen endlich die Bücher zu den PDFs via RPGNowbestellung. POD, also geleimt mit Farbumschlag in Hochglanz, sehr gut. Auch wenn ich mir unsicher bin, ob mir eine traditionelle Zineheftung besser gefiele. Mir fiel auf, das die Bücher nicht aufeinandergleiten, aber das ist jetzt nicht mehr so. Vielleicht unentdeckte Miniklebreste oder durch den Transport zusammengebackt? Keine Ahnung.

So und dann hab ich mich ein wenig eingelesen, und bin begeistert. Alles LL, B/X und so weiter. Dreht sich alles um den Dolmenwood von Norman & Gorgonmilk, Hexkarte kann man hier kostenlos runterladen. Zwei Charakterklassenrassen im ersten Heft, einmal Mossdwarfs, als Pilzzwerge, die irgendwie mehr und mehr zuwachsen und so feenmäßige Sonderfähigkeiten haben, und Grimalkins, Katzenwesen die zwischen Gestiefeltem Kater, Normaler Katze und Grinsekatze hin und herwechseln, und zwar abhängig vom Spiel… Und dann eine Stufe brauchen um das nächste mal Wechseln zu können, oder so. Schon cool. Allein das. Voller Wert. 8 Euro irgendwas mit Porto.

Ein Bericht über die Pilze des Dolmenwoods inklusive W30 Pilztabelle, entweder mit Namen um eine Zeile auszulesen oder ohne Name jede Spalte einzeln auswürfeln. Mir ist auch noch aufgefallen, das man problemlos mit Zwei 30ern die Namen auch generieren kann, da die eh meistens so zusammngesetzte Worte wie „Alchemist’s Orb“ oder „Skullcap“ haben – Alchemist’s Cap oder Skullorb klingen jetzt auch nicht falsch. Mit Auswirkungen ohne Formelhaft zu werden. „Space Shrooms“. Fuck Yeah!

Und noch ein Monster. Wurzelwesen, passend zum Waldthema.

Das klingt jetzt nicht nach viel, ist aber mehr als manch ein PF-Splatbook, zumindest für mich.

Zweites Heft dann mit den ersten Hexfüllungen und einer W30 Gerichtetabelle, einmal gezuckerte Spatzenhirne mit Minzerbsen, bitte! 😉

Und dann mit einem Artikel über Psychodelic Compounds, analog zu den Pilzen…

Lankenshorn und die Hexbeschreibungen, inklusive Mutationen durch Ziegenmenschengene, und interessanten Orten… Ach, man muß nur einen Blick auf die Karte werfen um das zu sehen, was hier recht schön und ansehlich beschrieben wird.

5 oder 7 Monster, je nach Zählung. Zählt man die adeligen Langhornziegenmenschen, ihre dienenden Kurzhornziegenmenschen und ihre Sklaven als einen Eintrag oder drei?

Ja, leider geil. Mein armes Portemonait.

Bis denn dann

Euer Rorschachhamster

 

Loot! Und noch mehr Loot!

Ok, gestern kam Post aus Finnland bei mir an – Broodmother Skyfortress und Slügs. Vorsicht, Spoiler:

Broodmother Skyfortress ist ein Abenteuer vom Alten Herren der OSR-Blogosphäre Jeff Rients, den ich hier auch schon öfter verlinkt habe.

Das Abenteuer ist sehr modular und anpassbar an eine beliebige Kampagne gestaltet, und überläßt die Entscheidungen dem SL, nicht ohne genug gute Ideen zu haben. Benötigt aber eine bestehende Kampagne, um sich voll zu entfalten, eignet sich also eher nicht am Beginn. Braucht eh auch höherstufige SC. Nichts für Vorlesemeister… ^_^ Und interessante Gruppierungen und Charaktere. Tabellen. Best of von Jeffs Blog im Anhang, inklusive Carousing Table.  Sowieso, die Riesen… sind keine normalen Riesen…was das Cover und der Text auf dem Buchrücken schon verrät… Weiß nicht, ob das so gut ist. 😛 Andererseits gute Tradition, und wer kauft schon die Katze im Sack?

HALF SHARK. HALF ELEPHANT. ALL BADASS.

Produktionsqualität ist gewohnt gut (James halt), und die Gestaltung bedient sich altem Comiccoverlook inklusive Kirby Dots und gewohnt grausamen Schwarzweißillus. Wenn dich das Zitat nicht abschreckt und deine Kampagne zu statisch geworden ist, kannst da nicht viel falschmachen.

Slügs ist das Free RPG Day Angebot von 2016 und hat einen immensen Spielwert (vorallem für den Preis), selbst wenn nicht jede Schnecke für jede Kampagne geeignet ist. Aber da ist für jeden Geschmack was dabei. Was vielleicht für Zartbesaitete eine Warnung sein könnte… *Böses Lachen*

Dann habe ich noch vor kurzem gebraucht von Mayfair „Role Aids: Arch Magic“ erworben. Wow. Wenn ich mir Design und Aufmachung alleine anschaue, dann schlägt das TSR 1990 um Längen. Sieht eher aus wie ein WOD Supplement oder Shadowrun in der Zeit, also dem hotten Shit damals. Eine Box mit drei Heften und mehreren Zetteln – Handouts und Dungeonplänen. Mit einer AD&D Prestigeklasse, dem Archmage halt, plus Artefakten, Grimoires, neuen Zaubern und natürlich Fähigkeiten der Archmages, mit Abenteuerideen und viel Flair alles. Sehr nützlich, und das Abenteuer beginnt in den mittleren Stufen, was auch cool ist und ich schlimmer erwartet hätte, bei dem Thema. Das Abenteuer selbst habe ich mir noch nicht so genau angeguckt, aber neue Monster! Yeah!

Das gefühlt Beste ist aber das Heft „Protectors and Places: Maps and Stats of Magic“, in dem mit Illustrationen, Karten und Monstern magische Orte beschrieben werden (Die, wenn ich das richtig gesehen habe, größtenteils auch im Abenteuer angelaufen werden). Sehr Cool, nach einer Einleitung , mit Vergessenen Göttern und Wächtergeistern als Monstern, 8 Schauplätze mit dreiseitiger Karte (Aufklappbar aus dem Heft, was… etwas schwierig sein könnte am Tisch, aber gut) und SEHR VIEL Flair. Me gusta.

Und dann habe ich auf Dragonsfoot diese Liste gefunden… Ich will sie alle haben!!!!11! Neee, Quatsch. Aber sollte ich über etwas von denen stolpern, werde ich auf jeden Fall zuschlagen. Bei vernünftigen Preisen.

BDD

ER

Du nennst es alte Reiseberichte – ich Quellenbücher.

Ich lese gerne alte Reiseberichte aus dem 18.-19. Jhdt. – besonders die Informationen in „Die Reisen in den Philippinen“ von Fredor Jagor haben mich dabei besser Unterhalten als mancher Fantasyroman. Man kann fast sofort anfangen, die Ausrüstungstabellen und Schiffsladungen zu füllen.

Nur so als Beispiel, hier folgende Tabelle „Haupt-Ausfuhr-Artikel aus den Häfen Manila, Cebu und Yloilo, 1871.“ aus dem Anhang:

Atlantische Häfen der Ver. Staaten. Gross-Britanien. Californien. Kontinent von Europa. Australien. Singapore. China, Japan, Molucken und Habana. Total.
1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1871 1870
Abacá Picos 285112 143498 22500 640 6716 2992 2294 463752 488560
Zucker 545929 555907 99844 57476 139787 491 1399434 1251416
Sapanholz 10520 5301 320 660 1631 58050 76482 176924
Zigarren Tausende 1453 10080 378 13 2930 35089 26849 76792 77526
Kaffee Picos 1451 31434 3700 10653 1415 4717 53370 34120
Tauwerk 220 484 87 114 2640 8389 11934 11307
Indigo Quintales 3390 1715 186 5291 5662
Blätter-Tabak Picos 27773 25775 53548 136680
Perlmutter 2037 503 45 2585 3022
Schildpatt Kattis 100 902 1002 1043
Häute Picos 777 1053 325 971 3126 3859
Desgl. Abfälle 5833 1908 7741 4303
Almáciga-Harz 9506 309 9815 11028
Cowries (Cypraea moneta) 1577 1577 3887
Reis Cabans 1805 6370 130 28522 36807 28560
Flüssiger Indigo Quintales 416 19328 19744 14262
Uebersicht der Ausfuhr von Abaca. 1869 293692 94568 22000 60 13458 2396 174 426348
1868 294728 130060 14200 200 21144 3646 1102 465080
1867 287570 113030 17602 1318 12100 2398 786 435804
1866 278888 96432 15120 1614 12244 1250 1156 406704
1865 289444 79316 13600 3342 9550 1100 1445 397797
Zucker 1869 343959 512578 120741 6992 115239 136 1436 1101081
1868 185613 819462 44050 10559 96980 28627 1185291
1867 98502 507432 81783 28610 121871 194758 1032956
1866 85842 470676 131749 10959 57709 88 120444 877467
1865 68640 324676 131235 15026 184686 158568 882826

Die Waren, die damals wichtig waren, sind natürlich schön als Vorlage für die Handelswaren aus exotischen Ländern. Cowries sind übrigens Kauris. Das war offenbar da noch nicht eingedeutscht. Nett. Und die Mengen-/Volumenangaben wie Picos und Quintals werden vorher in einem extra Kapitel erwähnt und erklärt. Wenn man meine „x und Gewinne“-Beiträge kennt, weiß ich das ich auf so einen Scheiß stehe. Sowieso, Preise und Schwierigkeiten beim Anbau werden erwähnt, auch nicht schlecht für Abenteueraufhänger. Piraten, die zu einer gewissen Jahreszeit eine Strecke unschiffbar machen, es sei denn, man fährt in einem bewaffneten Konvoi. Stürme. Ethnologische Details über die Lebensgewohnheiten von Ureinwohnern und denen der Kolonialmächte im Gegensatz (Inklusive damals gesellschaftlich akzeptierten Alltagsrassismus, bei dem manchmal die Ureinwohner und Chinesen besser abschneiden als die Spanier… Schau mal einer an. Man kann eine Menge über das Thema lernen, vom Vorurteil des edlen Wilden bis zu den Ressentiments eines preußischen Protestanten gegenüber den Katholen. Watt? Ich komm‘ aus Norddeutschland, de heten hier so. 😉 😛 ).

Dann gibt es noch Abbildungen wie diese hier:

 

baobab

„Stamm eines Feigenbaums bei Bacon.“ AaO, Elftes Kapitel

Ja, und natürlich Reisebeschreibungen an sich, mit Beschreibung von Wegen und Schwierigkeiten, Flora und Fauna, und da Herr Jagor auch Geologe war, immer wieder genauen Beschreibungen der Geographie. Und einer Menge Zitate von älteren Autoren, die er entweder bestätigt oder bezweifelt oder gleich falsifiziert. Merke: Was einem ein Weiser erzählt, muß nicht wahr sein. Kann aber.

Und Vulkane. Oh ja, die Vulkane. Eine Menge Vulkane mit Schlammlawinen, Erdbeben und Ascheregen usw. Erstbesteigungen fallen mir noch ein. War wohl ein wichtiges Thema, damals.

Alles total nutzbar für’s Spiel. Und für mich zumindest auch unterhaltend. Vor allem weil man Sachen aus einem sehr speziellen Blickwinkel betrachtet erfährt und filtern muß, gut für die Darstellung von NSCs im Allgemeinen und für das Leben im Besonderen. Oder umgekehrt. ^_^

Bis denn dann,

Euer Rorschachhamster

B6 Rahasia bzw. B7 Rahasia! und drei Regeln für den Arschloch-DM

Ach ja, ich habe mir als Ersatz für das vor Jahren „verliehene“ Rahasia ein Original von Games-In geleistet, noch eingeschweißt. Schöne Scheiße, das mit der Nostalgie. Und ich mein‘ das wörtlich: Sowohl als auch. 😉

Äh… SPOILERALERT! Erstveröffentlichungsdatum 1984. Also, gut…

Rahasia ist eines meiner Lieblingsabenteuer aufgrund von 1. einer stimmigen (und kurzen!) Hintergrundgeschichte mit Hexen, die sich auch noch gut in fast jede Kampagne einbauen läßt. 2. einem echt guten Dungeon mit schön gestalteten Rätseln (Weinetiketten!) und 3. Beingolem. Ja, weiß auch nicht, den fand ich immer schon geil. Also… nicht im sexuellen Sinne, ich schreib das mal lieber dazu, wegen Internet… ^_^°

So fang ich denn an mal wieder an zu lesen und entdecke zu meiner Überraschung gleich drei Sachen im Anfang des Abenteuers die für mich heute No-Go-DSA-Terrain* sind:

Erste Regel für den Arschloch-DM: Die Spieler fickende Regel, die viel besser in der Spielewelt gelöst werden sollte.

Der DM sollte die Spieler ermuntern, nach Wegen zu suchen, wie man die Hexen fangen und besiegen kann, ohne ihnen körperlichen Schaden zuzufügen. Wenn die Spieler-Charaktere einen Siswa oder eine Hexe fangen, erhalten sie dafür die entsprechenden Erfahrungspunkte. Sollten sie jedoch einen Siswa oder eine Hexe töten, werden den Spieler-Charakteren die Erfahrungspunkte abgezogen!

Ausrufezeichen. Fuck you. Fairerweise sei noch angemerkt, das die Regel folgt, das man einfach ansagt, das die Gegner gefangen werden sollen, dann sind sie bei 0 nicht tot. Ohne irgendwelche Einschränkungen, Zauber oder Fernkampf oder was. Was natürlich das völlig einfach macht, und die Regel völlig überflüssig… und was mich kurz überlegen läßt, ob diese Regel auch eine Arschloch-DM Regel ist, weil sie zu weich ist? Nahhh. Ist zwar eine Scheißregel, aber kein Arschloch-DM-Terrain, mehr ein „Warum denn dann nicht immer?“.

Man beachte weiterhin Folgendes: Keine Relation in Bezug auf die Gesinnung der Charaktere. Tja, du bist halt ein chaotischer Mörderhobo, aber die Elfenheinis, die dich mit Schwertern angriffen, die hättest du nett behandeln sollen, so gehst du mit -3 EP aus dem Abenteuer… weil ja nur positive Erfahrungen Erfahrungen sind oder so… wie wohl der Rahib überhaupt aufsteigen konnte? Genug Schätze wahrscheinlich…

Man vergleiche übrigens die Auswirkungen dieser Regel: „Hey, ihr habt da einen der Siswa die Treppe runtergeworfen, dafür ziehe ich euch 13 EP ab!“ zu ausgespielten Lösungen: „Alle Feiern bis auf den alten Elfen und seine Frau dahinten am Tisch. Er starrt euch finster an und sie weint wie ein Schloßhund. Hmm… seine Gesichtszüge erinnern irgendwie an den Siswa, den ihr die Treppe runtergeschmissen habt…“ Was wohl potentiell mehr Ärger für die Spieler bedeutet… wobei vielleicht das Episodenhafte der frühen D&D-Abenteuer solche Kampagnenbeeinflussenden Ereignisse etwas weniger wichtig machte, aber trotzdem… die Hickmanns hätten es halt besser wissen können. 🙂

Zweite Regel für den Arschloch-DM: Verheimlichen von Informationen, die die SC einfach erfahren könnten.

Die Elfen können den Abenteurern nicht viel über den Tempel erzählen, da alle, die damit vertraut sind, unter der Kontrolle des Rahib stehen.

Ok, ja, könnte ja so sein. Aber… Da ist ein Ort an dem viele junge Männer des Ortes ein und ausgehen, und keiner ist irgendwann mal dagewesen? Im ganzen Dorf? Kein Ex-Siswa, der dann doch geheiratet hat? Kein Handwerker, kein Händler, der da mal was zu tun hatte? Dammich, wenn man das AD&D-Alter von Elfen zugrundelegt, können sich einige Elfen wahrscheinlich noch an den jungen Elyas erinnern. Watt? Und wohlgemerkt, alle Siswa werden als junge Männer beschrieben – was ist wenn die älter werden? Läuft dann die Lebensuhr ab und die werden von den Sandmännern gejagt? Nee, also zumindest einige Infos sollten die SC bekommen, wenn sie sich die Mühe machen, die Einheimischen zu befragen. So ist das einfach nur doof. ZUMAL: Eine Seite weiter wird genau beschrieben, was der normale Siswa so weiß, wenn man ihn einfängt. Könnte man zumindest nicht sowas hinschreiben wie: Die Einwohner kennen das Innere des Tempels nicht, können aber den Hof ganz gut beschreiben? Ein Satz, Riesenunterschied. Außerdem fehlt mir die Gerüchtetabelle, inklusive Fehlinformationen (siehe unten unter JOESKY TAX).

Dritte Regel für den Arschloch-DM: Lass die SC einfangen, wenn sie nicht spuren.

Wenn die Abenteurer es ablehnen, Rahasia und den anderen Elfen zu helfen, werden sie freundlich, aber bestimmt, weitergeschickt. …[bla]… Im Wald hinter dem Dorf werden die Abenteurer von einer großen Gruppe Siswas unter der Führung des Rahib überfallen. Sie werden mit Flaschen voller Schlafgas überschüttet und haben keine Chance für einen Rettungswurf. Die Abenteurer werden zum Tempel gebracht und in die Zellen …

Fairerweise muß man kurz anmerken, das der fehlende Rettungswurf beim Zauber „Schlaf“ normal ist. Es sei denn man ist ein Elf. Oh, oder elfische 90% Immunität gegen Schlaf ist eine AD&D-Sache… Huh. Egal. Jedenfalls, was für ein Blödsinn. Nicht der Überfall an sich, der ist, ok, auch so mittelscheiße wenn er zwangsweise nur passiert wenn die Sc ablehnen, aber der automatisierte Ausgang dieses Überfalls. Keine Chance zu gewinnen… dabei stelle ich mir so einen Kampf gegen mit Schlafgasbottichen bewaffnete Siswas plus Rahib recht lustig vor. Entweder gewinnen die Sc und ein Teil des Abenteuers ist vorbei, aber halt längst nicht alles! Das Labyrinth und die alten Höhlen bleiben wie sie sind, ebenso die Hexen. Wenn man dann den Siswas noch nur verschwommene Erinnerungen an das Geschehene attestiert, dann fehlen die beiden Elfenmädels.. oder Elfenmaiden eh noch. Findet sie! Helft uns den Tempel zurückzuerobern und alle Siswas einzusammeln, die plötzlich mit irgendwelchen chaotischen Kreaturen konfrontiert sind, die vielleicht ja merken, das der Zauber vorbei ist. Etc.Etc.

Oder die Sc verlieren, gut, dann wissen sie wenigstens, warum sie da in den Zellen hocken… Tja.

Nun gut. Trotzdem schön. 🙂

Ah, und hier noch ein Link auf den ich gestossen bin, einfach mal Runterscrollen bis zur Überschrift „SIDEBAR: THE EYES OF TRALDAR AND OTHER STORIES„. Vaults of Pandius, beste Mystara/Known World Netzseite überhaupt.

Bis Denn Dann

Euer Rorschachhamster

*Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen.

JOESKY TAX

15 Gerüchte in Kota-Hutan

2W8

Gerüchte

2 Rahasia lügt! Ich bin mir sicher, sie steckt mit dem Rahib unter einer Decke! F
3 Ein Drache schläft unter dem Tempel, und Rahib will ihn aufwecken! F
4 Manchmal werden riesige Ratten im Wald gefangen, aber keiner weiß, woher die immer wieder kommen. W
5 Die Siswas haben sich alle in Ghule verwandelt! Nur das Blut eines Einhorns kann sie retten! F
6 Der beste und stärkste Wein, der hier in der Gegend angebaut wird, ist der Champagne du le Stomp. W?
7 Das legt sich eh wieder von alleine, der Rahib stirbt irgendwann in nur 50 Jahren oder so und dann werden die Siswas auch wieder normal. F (aber Elfen, halt. 😉 )
8 Die Siswas sind eh nicht mehr zu retten. Sie haben sich total verändert, und werden nie mehr normale Elfen sein! F
9 Auf dem grauen Berg stand früher der Turm von Elyas. Er wurde bei einem epischen Kampf zerstört. W
10 Der Rahib arbeitet im Auftrag eines Kriegsfürsten aus dem Norden/Süden/Westen/Osten! Dies ist erst der Anfang! F
11 Die Siswas verlangen den Zehnten von den Dörfern des Tals. W
12 Es gibt Gerüchte von alten Tunneln unter dem Berg, älter als der Tempel. W
13 Mir war diese Philosophie des Ruhigen Wegs immer schon suspekt! Vielleicht zeigt sie jetzt ihr wahres Gesicht! F
14 Im Tempel gibt es magische Teleporter, die einen in die Irre führen können. W
15 Hasan hätte nie die Erlaubnis erhalten, Rahasia zu heiraten. Er steckt da irgendwie mit drin! F
16 Das schwarze Opalauge Elyas‘ ist der Grund für die Angriffe des Rahib! W